Abbruch - Aus Dem Keller - Cover
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Abbruch Aus Dem Keller


  • Label: Puke Music/Broken Silence
  • Laufzeit: 62 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor gut sechs Jahren, so steht es geschrieben, gründete sich irgendwo im Brandenburgischen die Band Abbruch, die sich mit Leidenschaft dem Punkrock verschrieben hat. Zu damaliger Zeit waren die Jungs von Abbruch – René Behrendt (Gitarre, Gesang), Daniel Behrendt (Bass, Gesang) und René Hardt (Drums) – noch blutjunge Teenager und dürften sogar noch zur Schule gegangen sein. Aber wie heißt es so schön: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Mit „Einfach nur Musik“ legte das Trio im Sommer des Jahres 2009 sein Debütalbum vor, auf dem sich die Band mehr als eine Stunde lang in fast allen Lagern des Punkrock zuhause zeigte. Mit dem Zweitwerk „Aus dem Keller...“ knüpft die Band genau an diesem Punkt an und setzt ihre – wenn man so will – musikalische Ausbildung fort. Denn eines ist klar: Abbruch darf man nach wie vor den Status von Amateuren zuweisen, die mit niedlichen Outfits und Frisuren, simplen „Drei Akkorde für ein Halleluja“-Songs, Protest-, Sauf- und Spaßtexten sowie einer holprigen Produktion auf der Suche nach der eigenen Identität sind.

Wen das nicht abschreckt, um sozusagen die reinste Form des Punkrock zu genießen, zu der nun mal schiefe Töne und eine alles andere als perfekte Produktion gehören, sollte ruhig in „Aus dem Keller...“ reinhören. Denn was die jungen Brandenburger technisch (noch) nicht draufhaben, kompensieren sie mit Spaß an der Freude und jugendlicher Unbekümmertheit. Eine gewisse Leidensbereitschaft oder wahlweise der Konsum von sieben bis elf ALDI-Dosenbieren während des Hörens von „Aus dem Keller...“ wird vom geneigten Konsumenten dabei erwartet. Ansonsten könnte es zwischendurch etwas arg werden, wenn man Abbruch bei ihren musikalischen Übungen belauscht.

Anspieltipps:

  • Zu zu
  • Träume
  • Mitläufer
  • Amoklauf
  • Dürre Kinder

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