Spokes - Everyone I Ever Met - Cover
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Spokes Everyone I Ever Met


  • Label: Counter Records/Rough Trade
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Da ist das Jahr noch so jung und die Erwartungen abseits der großen Namen im weitläufigen Indie-Kosmos eher zurückhaltend, schon sind die fünf Engländer von Spokes zur Stelle und formen auf ihrem Debütalbum „Everyone I Ever Met“ eine ungeahnt tolle Symbiose aus Post-Rock, Folk, Shoegaze sowie Indie-Pop mit eindringlicher Präsenz. Im Jahre 2006 gegründet sind die Spokes eine Verbandelung aus Jugendfreunden, Familienverbindungen und selbstredend gemeinschaftlicher Leidenschaft für das Tour- und Aufnahmeleben. Während das erste musikalische Lebenszeichen 2008 als EP „People Like People Like You“ in Eigenregie erschien, nimmt sich nun das Label Counter Records ihrer an.

Rock-basiert ist der Grundstein der Instrumentierung, wobei sich allein drei Stimmen in den Vocal-Credits wiederfinden und Piano sowie Violine den Reigen auf eine neue Stufe heben. Nicht nur da stellt sich eine gewisse Nähe zu den Bands vom kanadischen Label Arts & Crafts her, auch der Sound weist keineswegs störende Parallelen auf. Engelsgleich legen sich die mehrstimmigen Vocals über die anfänglich zögernde Instrumentierung des Openers „3 4 5“. Zart hauchend wie die Gitarren und berstend wie die triumphierenden Drums ist es besonders die gesangliche Leistung und der unglaublich griffig wie spielerisch garnierte Songaufbau, der den Song unweigerlich in den Köpfen verankert. Die Mixtur aus kerniger Rock-Dominanz und orchestral euphorischem Ausdruck zieht sich gleichbleibend hochwertig durch das Album, welches mit „We Can Make It Out“ zum Hit in Form der ersten Single ansetzt.

Auch mit wenig Gesang verstehen es die Spokes, die Spannung hochzuhalten und setzen mit dem Titeltrack eine furiose Duftmarke in den weiten Landschaften des Post-Rock. Zum Ausklang des Stückes wärmt die Violine mitsamt melancholisch erhabener Wonne, um mit dem Piano-getränkten „Give It Up To The Night“ tatsächlich noch einen drauf zu setzen. Gleichermaßen Folk, Indie-Pop und Post-Rock so ausbalanciert zu verbinden, die Musikalität so tief durchscheinen zu lassen, gelingt nicht vielen. Umso schöner, dass die Briten Spokes schon jetzt 2011 derartig erhellen.

Anspieltipps:

  • We Can Make It Out
  • Everyone I Ever Met
  • Give It Up To The Night
  • Happy Needs Colour

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