Lazarus A.D. - Black Rivers Flow - Cover
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Lazarus A.D. Black Rivers Flow


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie man ein Album toppen will, dass derartig viel Staub aufgewirbelt hat wie das Debüt der Kenoshianer Jeff Paulick (Gesang, Bass), Dan Gapen (Gitarre, Gesang), Alex Lackner (Gitarre) und Ryan Shutler (Schlagzeug), besser bekannt als Lazarus A.D.? „You focus on writing better songs, plain and simple“ heißt die einfache Formel, die im Falle von „Black rivers flow“ zum Tragen kam und einen gleichwertigen Nachfolger zu einem der am besten bewertesten Thrash-Alben eines Newcomers, nämlich „The onslaught“ (02/2009), stellen soll. Doch damit nicht genug. Der Vierer hat neben Beibehaltung seines engmaschigen Riffkorsetts noch den Versuch unternommen seine Kompositionen in ungewohnte Farben zu tauchen, was sogleich im Opener „American dreams“ seine erste gewöhnungsbedürftige Offenbarung findet.

Dort feuert die Rhythmusabteilung zwar aus allen Rohren und lädt gleich nach den ersten Takten zum exzessiven Headbangen ein, der erste Gesangseindruck ist allerdings nicht der Beste: Ein offener Schlagabtausch zwischen Paulick und Gapen verkommt zu einer Mischung aus bellenden Shouts und einer seltsamen Rob Zombie-Imitation, die in dieser Form kein zweites Mal mehr Anwendung findet, aber dennoch einen äußerst schalen Nachgeschmack hinterlässt, vor allem weil im Titeltrack das Ganze in Richtung Ozzy Osbourne ausbricht. Eine eigene Identität erspielen sich die Jungs damit jedenfalls nicht. Zum Glück ist in Riffhausen alles im grünen Bereich und auch Drummer Shutler weiß sein Schlagzeug durchschlagend einzusetzen.

Technisch-versiertes wie ansprechend-lockeres Saitengezupfe und Doublebassattacken mitten ins Gesicht sind allerdings der größte Pluspunkt am zweiten Thrash-Prügel von Lazarus A.D. Bei den umherfliegenden Riffsplittern bleibt zwingendes Songwriting nämlich oft auf der Strecke und entgegen der Ankündigung Füllmaterial außen vor gelassen zu haben, gibt es mit „Light a city (up in smoke)“ und „Eternal vengeance“ zwei Tracks die der Mission „Neuland“ zum Opfer gefallen sind. Am eindrucksvollsten bleiben die vier Kenoshianer wenn es sie in die Nähe von Slayer zieht („Beneath the waves“), Melodie und Härte sich die Klinke in die Hand geben („The ultimate sacrifice“, „Beneath the waves of hatred“) oder stur und ohne viel nachzudenken durch den Blätterwald geholzt wird („The strong prevail“, „Through your eyes“). Damit liefern Lazarus A.D. kein Kehle zuschnürendes Zweitwerk ab, die Daumenschrauben sind aber trotzdem immer ohne Wenn und Aber festgezurrt.

Anspieltipps:

  • Through Your Eyes
  • The Ultimate Sacrifice
  • Beneath The Waves Of Hatred

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