Schandmaul - Traumtänzer - Cover
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Schandmaul Traumtänzer


  • Label: F.A.M.E. Recordings
  • Laufzeit: 55 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Starke, einzigartige Instrumentierungen und eine Stimme, die verzaubert.

Knapp 17 Monate ist es her seit Schandmaul unter anderem auf dem Feuertal Festival 2009 ihre Pause ankündigten. Auf dem Feuertal Festival 2010 kündigte Birgit Muggenthaler-Schmack während des Auftritts ihres Nebenprojekts Sava das gerade fertig gestellte neue Album an, was natürlich auf große Begeisterung und Vorfreude der anwesenden Fans stieß. Nun ist es endlich da, das Schandmaul Album, das die Band mit größter Ruhe während der Pause entwickelt, geschliffen und poliert haben.

Doch was erwartet den Hörer nun nach so viel Vorbereitungszeit? 100 Prozent Schandmaul, genau so wie es sein muss! Da wird gerockt, herzschmerzergreifend eine Ballade vorgetragen und dabei in typischer Manier märchenhaft die ein oder andere Geschichte erzählt. Schon der Titeltrack „Traumtänzer“, der das Album eröffnet macht nicht nur Laune das Album weiterzuhören, sondern schafft auch Vorfreude eine mitreißende Live-Nummer zu werden. Die aufgebaute Energie wird gehalten und nimmt auch mit der ersten Singleauskopplung „Hexeneinmaleins“ keinen Abriss. Mit „Bis zum Morgengrauen“ wird allerdings erstmal ein wenig der Fuß vom Gas genommen und – wie hätte man es bei diesem Titel auch anders erwarten wollen – eine Vampirgeschichte erzählt. Noch ruhiger wird es mit „Die Rosen“, einer absoluten Liebesballade mit Feuerzeug und Kuschel-Garantie.

Bei „Schwur“ gebühren vor allem den Instrumentalparts Lorbeeren, denn Dudelsack und Geige zaubern hier mit Harmonien und Dissonanzen ein breites Klangbild, das den Text ideal unterstreicht und auch allein ein Hingucker für sich selbst wäre. Der Silberling nimmt für diesen und den folgenden Track wieder an Fahrt auf, zieht erzählerisch wie musikalisch weiter ehe es mit „Der Anker“ noch einmal ruhig und nachdenklich wird. „Geas Traum“, der Track zu dem das erste Video des Albums gehört, ist eine Kollaboration mit Fantasyautor Wolfgang Hohlbein, dessen neues Werk „Infinity“ (erscheint Ende Februar 2011) in diesem Song vertont wurde. Für „Assasine“ drehen sie dann erneut ordentlich auf ehe „Traumtänzer“ mit den letzten drei Tracks ruhig ausklingt. Vor allem „Des Dichters Segen“ und „Mein Lied“ bleiben noch eine Weile im Ohr und hinterlassen das rundum positive Gefühl eines abgerundeten und zufriedenstellenden Albums.

Was bleibt insgesamt? Starke, einzigartige Instrumentierungen und eine Stimme, die verzaubert. Schandmaul schaffen das, was vielen Kollegen scheinbar misslingt: Sie selbst zu bleiben und dennoch immer wieder aufs Neue zu begeistern ohne langweilig zu werden. Klasse!!! So verzeiht man auch ohne Probleme längere Publikumsabstinenz und genau so macht das Veröffentlichungsjahr 2011 Spaß!

Anspieltipps:

  • Traumtänzer
  • Hexeneinmaleins
  • Geas Traum

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