Soundtrack - Black Swan - Cover
Große Ansicht

Soundtrack Black Swan


  • Label: Classical/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Tanzfilme sind in der heutigen Zeit dank zahlreicher meist unkreativer Fortsetzungen von „Step Up“ und ähnlichem aus der Kinolandschaft kaum wegzudenken. Zugehörige Soundtracks entpuppen sich dabei mehr als HipHop/R&B-Compilations statt als eigenständiges Werk und von Einzigartigkeit ist dabei kaum zu sprechen. Völlig anders verhält es sich mit dem am 20. Januar 2011 in den deutschen Kinos anlaufenden Film „Black Swan“ von Regisseur Darren Aronofsky, der zuletzt mit „The Wrestler“ für Begeisterung gesorgt hat.

Handlungsort ist die Ballettszene New Yorks. Natalie Portman schlüpft in die Rolle der zerbrechlichen Tänzerin Nina, die ihr gesamtes Leben dem Ballett gewidmet hat und sich nun Hoffnungen auf die Hauptrolle der Neuinszenierung des berühmten Stücks Schwanensee macht. Erwartet man nun typisches Beziehungsgeschnulze und den steinigen Weg der großen Karriere, sitzt man definitiv im falschen Film, denn hier entwickelt sich ein mitreißender Mystery-Thriller, der nicht unverdient jetzt schon zu den Oscar-Favoriten des Jahres gehört.

Für die musikalische Umsetzung wurde der britische Musiker und Filmkomponist Clint Mansell verpflichtet, der seit Aronofskys Debütfilm „Pi“ immer wieder für die Scores seiner Filme verantwortlich war. Sein bekanntestes Werk ist wahrscheinlich der Soundtrack zu „Requiem For A Dream“, dessen Hauptthema unter anderem für den Trailer von „Herr der Ringe – Die zwei Türme“ aufgegriffen wurde. Für „Black Swan“ wurde er vor eine interessante Aufgabe gestellt, denn die Melodien aus „Schwanensee“ gehören zu den Bekanntesten der Welt. Wie er selbst im Booklet der CD schreibt, eine wahre Herausforderung denn wie verleiht man einem solchen Meisterwerk einen neuen Twist, erhält aber gleichzeitig das Wunder das mit ihm geschaffen wurde?

Mansell greift die vertrauten Melodien auf, lässt sie spielerisch transformieren und sich so in die dramatischen Szenen des Films integrieren. Dabei bleibt er in typischer Orchesterinstrumentierung, was die Authentizität des Gesamtwerks unterstützt. Dem Hörer eröffnet sich so ein mal sanfter mal imposanter Soundtrack, der unter die Haut geht.

Man darf gespannt sein ob und in welcher Kategorie „Black Swan“ einen Oscar mit nach Hause nehmen darf – zumindest steht fest, dass es sich dabei dank Disqualifikation aufgrund Basierung auf Tchaikovsky's Werk nicht um den für die Beste Musik handeln wird. Schade eigentlich, denn der Wunsch des Komponisten Clint Manell die wohlbekannte Musik in einer neuen Facette zu präsentieren, ist definitiv erfolgreich geglückt!

Anspieltipps:

  • Stumbled Beginnings...
  • Perfection
  • A Swan Song (For Nina)

Neue Kritiken im Genre „Filmmusik“
7/10

The Hunger Games: Mockingjay Part 1
  • 2014    
Diskutiere über „Soundtrack“
comments powered by Disqus