Soundtrack - Glee: The Music Vol.1 - Cover
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Soundtrack Glee: The Music Vol.1


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

In ihrer Heimat Amerika füllen sie bereits die großen Konzerthallen und locken wöchentlich an die Fernsehschirme: Die Darsteller und Sänger der Fernsehserie „Glee“, die seit Herbst 2009 über die amerikanischen Bildschirme flimmert. Nun hat der Erfolgshit auch Deutschland erreicht und so können sich auch die deutschen Fans über die Veröffentlichung der in den USA passend zu den Staffeln erschienenen Soundtracks freuen. Vorliegend ist nun der erste Teil des Soundtracks der ersten Staffel, der entsprechend seiner Betitelung einen Teil der in den Folgen der ersten Hälfte der ersten Staffel gesungenen Songs zusammenfasst.

Die Darsteller selbst sind teils erfolgreiche Musicaldarsteller (Lea Michele – Rachel, Matthew Morrison – Will Schuester), Sänger (Amber Riley – Mercedes, Kevin McHale – Artie, Mark Salling - Puckerman), teils aber auch, so unglaublich es beim Hören der Songs ist, einfach nur Schauspieler und sogar Newcomer sowohl im Schauspiel wie auch Musicbuisness (Cory Monteith – Finn, Chris Colfer – Kurt). Hinzu kommt im Falle dieses Albums Gaststar Kristin Chenoweth (hierzulande bekannt für ihre Rolle in der Serie „Pushing Daisies“).

Das Erfolgskonzept der Serie selbst liegt fast auf der Hand wenn man an die Erfolge der Highschool Musical Filme denkt. Der gleiche Handlungsort, großartige Songs, die nötige Prise Comedy und natürlich auch entsprechendes Liebesgeplänkel. Klingt nicht ansprechend genug? Die Songs werden es definitiv sein, denn sie sind wirklich ein Grund den Fernseher einzuschalten bzw den vorliegenden Silberling in den Player zu legen. Liebevoll ausgewählte Tracks, die auf die entsprechenden Situationen der Serie passen, gecovert von durchaus begeisternden Talenten. Das ist durchaus ein Blick wert!

Die CD beginnt mit „Don't Stop Believin'“ bereits mit einem ersten Partykracher, der in die Welt von „Glee“ hineinzieht und zum mitwippen und tanzen einlädt. „Gold Digger“ schleicht sich ins Ohr und bleibt vor allem hängen – klasse! „Take A Bow“ ist der erste ruhigere Song des Albums, bei dem Lea Michele mit sanfter Stimme zu bezaubern weiß. Dem entgegengesetzt ist die soulige R'n'B Röhre von Amber Riley, die sich in „Bust Your Windows“ und „Hate On Me“ austoben durfte und so ein Lächeln auf die Lippen des Höres zu zaubern weiß. Begeisternd ist außerdem Gaststar Kristin Chenoweth, die den Songs („Alone“, „Maybe This Time“) mit einzigartiger Stimme ihre ganz eigene Note aufdrückt.

Einziger Song bei dem man das Gefühl hat, dass das Cover dem bekannteren Original ein wenig den Pepp nimmt, ist die Interpretation von „Somebody To Love“. Wer hier Brittany Murphy im Kopf hat, wird ein wenig enttäuscht sein. Nicht zu vergessen ist auch Dianna Agron, deren Popstimme einen klaren Gegensatz zu Leas doch eher musicallastigeren Stimme bildet und damit nicht weniger zu begeistern weiss, wie sie mit „You Keep Me Hangin' On“ zeigt. All time favourite „Sweet Caroline“, dessen Leadgesang Mark Salling übernimmt, lädt zum schunkeln ein und schafft es einige andere Cover zu toppen, die man zu diesem Song schon hören musste. Bei „Dancing With Myself“ darf Kevin McHale die gerade aufgekommene gute Laune aufgreifen und mit diesem Track, der eindeutig zum mitwippen einlädt noch erweitern. Das Album schließt schließlich wieder ruhig und Gänsehautbereitend mit dem „Defying Gravity“, einem Duett von Lea Michele und Chris Colfer. Unglaublich, dass dieser junge Mann bis zu seiner Rolle bei „Glee“ keine einzige Gesangsstunde genommen hat, denn sein zarter Tenor harmoniert nicht nur exzellent mit Lea, sondern ist auch allein etwas ganz besonderes das man nicht verpassen möchte!

Rundum gesehen eine wirklich gelungene CD zu einer großartigen Fernsehserie, die genau das richtige Gespür für eine Marktlücke bewiesen hat. Man darf gespannt sein, wie weit sich die Glee-Welle weiter in Deutschland ausbreitet!

Anspieltipps:

  • Don't Stop Believin'
  • Gold Digger
  • Hate On Me
  • Defying Gravity

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