Britta Persson - Current Affair Medium Rare - Cover
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Britta Persson Current Affair Medium Rare


  • Label: Razzia Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf eines kann sich der geneigte Hörer bei der schwedischen Sängerin und Songschreiberin Britta Persson (30) immer verlassen: Ihre Albumtitel sind grundsätzlich sehr charmant und hintersinnig und damit der perfekte Mantel für den spröden Indie-Pop der 30-Jährigen. Nach „Top Quality Bones And A Little Terrorist” (10/2007) und „Kill Hollywood Me” (04/2008) lautet die neckische Ansage heuer „Current Affair Medium Rare”. Herrlich!

Auf dem dritten Studioalbum der Schwedin hat sich im Vergleich zu den Vorgängern musikalisch einiges getan. Denn wo es sich Persson in der Vergangenheit nicht nehmen lassen hat, ganz bewusst Ecken, Kanten und Brüche z.B. durch schräge Harmonien in ihre Songs einzuarbeiten, dominiert diesmal das Verlangen nach klaren Strukturen und eingängigen Melodien. Dabei gelingen ihr einige echte Hits, ohne dass diese zu geleckt klingen oder an Ideenarmut leiden. Damit bewahrt sich die Schwedin ihre Independent-Authentizität und nimmt trotzdem den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Auch wenn einige Songs auf „Current Affair Medium Rare” das Potenzial besitzen, um am Mainstream-Pop zu kratzen („Meet a bear“, „Toast to M“, „Annoyed to death“), stellen diese keine langweiligen, strikt linear verlaufenden Reißbrettentwürfe für das Formatradio dar. Dafür bleiben nach wie vor Bands wie Reamonn oder OneRepublic verantwortlich. Britta Persson kombiniert dagegen das Bittersüße der Cardigans mit einer sehr hellen (aber nicht hallenden) Produktion im Stil der 80er Jahre und ihrem eigenen markanten Kompositionsstil. Daraus resultiert das bis dato beste Album der Künstlerin.

Anspieltipps:

  • Toast to M
  • Meet a bear
  • Time machine
  • Annoyed to death
  • If you don’t love him

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