Korpiklaani - Ukom Wacka - Cover
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Korpiklaani Ukom Wacka


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bier im Kühlschrank? Lautstärke der Stereoanlange auf Anschlag? Vasen, Porzellangeschirr und Familienerbstücke aufgrund spontaner Pogogefahr in Sicherheit gebracht? Dann kann es ja losgehen mit dem neuen Album von Finnlands Saufmaschine Nummer Eins: Korpiklaani.

Wie kaum eine andere Band stehen die sechs Nordmänner für stark von traditioneller finnischer Volksmusik beeinflusstem Folk Metal mit Party-Garantie. Im Prinzip könnte man damit die Rezension der neuen Scheibe „Ukon Wacka“ schon wieder abschließen, denn an diesem Erfolgsrezept hat sich natürlich auch diesmal nichts geändert. Die Fans werden sich freuen über den Opener „Louhen Yhdeksas Poika“, der wie gehabt mit Presslufthammergeschwindigkeit und jeder Menge Violinen- und Akkordeon-Einsatz daher kommt. Wer sich an der Grölstimme von Shouter Jenna Järvelä nicht stört kann bereits bei diesem Titel getrost durch das Zimmer tanzen.

Auf einen differenzierteren Einsatz des Stimmorgans wird man leider wieder vergeblich warten. Stattdessen bewegen sich die elf Titel des neuen Albums in einem leider sehr engen Rahmen, den sich Korpiklaani selbst gesteckt haben. So sind „Tuoppi Oltta“ und „Lokkaluut“ in schunkeltauglichem Midtempo angesiedelt, der Titeltrack „Ukon Wacka“ lädt zum Mitgrölen ein (auch wenn man den Text nicht kennt oder versteht) und wer bei „Tequila“ nicht Party macht, hat sich bei einer Korpiklaani-CD schlicht und ergreifend vergriffen.

Das ist freilich nicht mehr und nicht weniger, als man von einem Album der Finnen erwarten darf. Dass sich keine Ballade in die Tracklist verirrt hat, wird keinen überraschen, ebenso wenig, dass sich die musikalische Bandbreite in zwei Songtypen erschöpft: Korpiklaani kennen eben nur „Humppa, Hart und Midtempo“ („Koivu Ja Tahti“) und „Humppa, Hart und Schnell“ („Vaarinpolkka“).

Dass ausgerechnet ein Motörhead-Cover das Album abschließt („Iron Fist“) mag zuerst überraschen, fügt sich aber dann doch nahtlos in die oben genannten Kategorien ein, auch wenn bei dieser Nummer naturgegeben die Folk-Elemente eher im Hintergrund bleiben. Als sechster Aufguss einer nicht mehr ganz so neuen Idee geht „Ukon Wacka“ also in Ordnung. Nicht mehr und nicht weniger

Anspieltipps:

  • Tuoppi Oltta
  • Tequila
  • Ukon Wacka
  • Iron Fist

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