Tim Neuhaus - The Cabinet - Cover
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Tim Neuhaus The Cabinet


  • Label: Grand Hotel van Cleef
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Tim Neuhaus dürfte den meisten als ehemaliger Drummer und Weggefährte von Clueso bekannt sein. Die beiden sind allerdings immer noch stark miteinander verbunden. Gelegentlich tritt Neuhaus noch als Special Guest bei Clueso-Konzerten auf. Doch untätig oder neu im Geschäft ist Tim Neuhaus als Soloact längst nicht. Er brachte bereits zwei Studioalben und EPs in Eigenregie heraus, bevor er nun ins Grand Hotel, das Label von Mitgliedern aus Kettcar und Tomte, wechselte.

Wohl die richtige Wahl, denn bei Tim Neuhaus ist überwiegend ruhige und sanfte Singer/Songwriter-Musik am Start. Er zieht es vor, auf Englisch zu singen. Und fröhlich flott beginnt das Album. Der Opener „Troubled Minds“ vermittelt dem Hörer, er befinde sich auf einer Kirmes oder in einem Zirkus. Hier dominiert das Keyboard. Neuhaus’ Stimme bleibt dezent, kann tief wie hoch und erinnert stark an Chris Martin (Coldplay).

Danach wird es ruhig. Klavier, Bass, Gitarre, Schlagzeug und die Stimme von Tim Neuhaus tragen den Hörer durch das Album. Leider will dabei nicht jedes Lied haften bleiben. Dazu fehlen eingängige Melodien und Refrains. Und auch wenn Neuhaus’ Stimmlage variiert (sehr gut z.B. bei „Daydream Detector“), so fehlt es der gesamten Platte an Tiefe, Schärfe und Pep. Das ist schade, denn Potenzial ist ganz klar vorhanden, aber es fehlt ein Hit oder bei langsamen Liedern der Gänsehautfaktor.

Am Ende helfen auch nicht die Backing Vocals, die Neuhaus zwar geschickt einsetzt („Headdown“), aber damit nicht den ganz großen Hörgenuss erreicht. Auf dem nächsten Album möge Neuhaus mehr aus sich rausgehen (so wie erste Ansätze in „Pete’s Song“ zeigen) und sich das Songwriting evtl. mit mehreren Leuten teilen. Dann könnte der große Wurf klappen.

Anspieltipps:

  • Headdown
  • Accidental
  • Troubled Minds

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