The Mahones - The Black Irish - Cover
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The Mahones The Black Irish


  • Label: True North Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
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20jährige Bandjubiläen sind generell ein Grund zum Feiern. So steht dieses Fest auch der kanadischen Band The Mahones ins Haus, die 1990 ursprünglich für nur einen einzigen Auftritt zum St. Patrick's Day von Finny McConnell und Barry Williams gegründet worden war. Betrachtet man ihre bisherige Karriere, ist ihnen der Durchbruch entgegen anderer Genrekollegen nicht ganz geglückt. Zahlreiche Welttourneen, auf denen sie u.a. Mit The Dropkick Murphys, The Prodigy, Skunk Anansie, Sinead O'Connor oder Flogging Molly sind durchaus nicht zu verachten. Vorliegend ist nun das sechste Studioalbum „The Black Irish“, das gemeinsam mit der zweiten Veröffentlichung diesen Monat, die ein Tributealbum der Band sein wird, das Jubiläum feiern soll.

Doch was erwartet den Hörer auf diesem Silberling? Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Netter Celtic Punk, der an gemütliche Stunden im Irish Pub der Wahl denken lässt. Ein gutes Guiness oder vielleicht auch ein Glas Whiskey und dazu nette Hintergrundbeschallung, die mal dahinplätschert, mal ein wenig zum mitwippen anregt. Finny McCOnnell (Sänger, Gitarre, Songwriter), Dominic „The Bomb“ Whelan (Drums, Gesang), Sean „Riot“ Ryan (Bass, Gesang), Katie „KaBoom“ McConnell (Accordion, Gesang) und Sean Winter (Banjo, Mandoline, Harmonika, Gesang) übertreiben es nicht mit zu schnellen Melodien und zu viel Gitarrengeschrammel, sondern beschränken sich auf eher schlichte Arrangements.

Fetzigere Songs wie „Ghost Of A Whiskey Devil“ , „A Pain From Yesterday“ oder „Give It All You Got (or forget about it)“ geben sich die Hand mit Schunkelsongs wie „Girl With Galway Eyes“ oder „The Shamrock Shore“. Das Cover von „The Wild Rover“, einem irischen Klassiker der schon gefühlte Millionen Mal durch die Remakepresse musste, zählt allerdings zu den Lückenfüllern des Albums, bei dem der Finger schnell auf der Skip-Taste liegt. Ein kleiner Lichtblick ist „Under The Bridge“, der einzige Track, der ernsthaft ein wenig länger im Ohr bleiben hängt. Außerdem muss man „Paint The Town Red 2010 'The Fighter' Mix“ hervorheben, denn der Song hat es in den 2010 erschienen Film „The Fighter“ geschafft. Der letzte Titel „Here Comes A Regular“ hinterlässt schließlich zumindest einen positiven Nachgeschmack des Silberlings. Insgesamt betrachtet ist das Album leider zu schwach als dass man es als großen Jubiläumskracher deklarieren könnte. Schade eigentlich, denn zumindest die letzten drei Titel zeigen, dass es ja durchaus Potential gäbe. So ist es leider nur eine durchschnittliche Celtic-Punk-CD, die sich kaum aus der Masse des Genres hervorhebt. Nicht mehr und nicht weniger.

Anspieltipps:

  • Whiskey Under The Bridge
  • Paint The Town Red 2010 'The Fighter' Mix

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