Glamour Of The Kill - The Summoning - Cover
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Glamour Of The Kill The Summoning


  • Label: Afflicted Music
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ganz großen Ohrwürmer bleiben aus, werden für Classic-Rock-Fans auf anderem Wege jedoch gut gemacht.

Vor nicht allzu vielen Jahren begab es sich aber, dass eine Band heftige Metal-Passagen und poppige Refrains mixte und kommerziell richtig gut damit fuhr. Der Rest ist Geschichte und nennt sich Bullet For My Valentine. Eine Gruppe, die auch Nicht-Fans ein Begriff sein sollte und durchaus beachtliche Werke abgeliefert hat. Auf der Welle der harten Bands mit weichem Kern schwammen nicht wenige mit und mit Glamour Of The Kill macht sich ein Vierer aus England auf, ebenfalls mit einer melodisch-heftigen Mischung aufzuräumen.

Wer die bekannte Mixtur von besagten Bullet For My Valentine kennt und mag, der wird sich vom ersten Track an zu Hause fühlen. Glamour Of The Kill verstehen ihr Handwerk und geben ausnahmslos singbare Zeilen wieder, die mit heftigen Metal-Parts ausgeschmückt werden. Absolut nichts Neues. Hardcore Bullet-Fans werden vielleicht sogar von Plagiat sprechen, doch wenn eine Band vom ersten Track an so gekonnt den ersehnten Alarm heraufbeschwört, dann sollte es nur weniger Meckermäuler zu stopfen geben. Es gibt einige Nummern wie „Here Behind These Walls“, die fast schon erschreckend nach Power-Pop-Rock klingen. Laut, aber letztlich nicht wirklich heftig, aggressiv, also nach echtem Metal. Dazu kommt noch das Akustik-Stück „Malevolent Reign“, in welchem die Jungs ihre Liebe für Classic-Rock zum Vorschein kommen lassen. Auch in den vielen Soli, die nicht weniger als Hommagen an alte Größen sind, lässt sich diese Vorliebe erkennen.

Wer auf der Suche nach Bullet-For-My-Valentine-Ersatz, der wird in neun von elf Fällen fündig. Der große Unterschied liegt allein darin, dass sich Glamour Of The Kill wirklich glamourös an Vorbilder aus der letzten Dekade anlehnen und damit phasenweise mehr an Hardrock erinnern, obwohl der Gesund genauso Power-Pop ist, wie bei dem so viel zitierten Vorreiter dieser Stilrichtung. Paradebeispiel dafür ist der Titel-/Schlusstrack, welcher sich an Akustikteil und Gitarrensolo bis in den Fade erfreut.

So erklärt sich „The Summoning“ ziemlich schnell von alleine und es wäre müßig noch viele Worte über die Newcomer zu verlieren. Die ganz großen Ohrwürmer bleiben aus, werden für Classic-Rock-Fans auf anderem Wege jedoch gut gemacht und auch, wer nicht unbedingt auf Endlos-Soli steht, dafür Bullet For My Valentine umso mehr abgewinnen kann, sollte einen Hörversuch starten. Geradezu bedenkenlos kann man das Abenteuer Glamour Of The Kill starten, denn Ausfälle sucht man auf der Platte vergebens.

Anspieltipps:

  • The Summoning
  • World's End
  • Here Behind These Walls

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