Stuntcat - You Look So Alien In Your Bloody Tuxedo - Cover
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Stuntcat You Look So Alien In Your Bloody Tuxedo


  • Label: VierSieben Records
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das frischgebackene Ehepaar Linda und Björn Hering stellt die Indie-Rock-Formation Stuntcat dar, die mit „You Look So Alien In Your Bloody Tuxedo“ ihr Debütalbum vorlegt. Darauf machen es die Herings nicht nur wegen ihrer privaten Verbundenheit bekannten Indie-Ehegemeinschaften wie Ira Kaplan und Georgia Hubley (Yo La Tengo) oder Thursten Moore und Kim Gordon (Sonic Youth) nach – auch musikalisch verbindet Stuntcat so einiges mit den genannten Bands.

Nun ist Dortmund (die Heimat der Herings) gewiss nicht mit New York oder New Jersey gleichzusetzen, doch dem Duo gelingt es in 13 Putzig-schrägen Stücken eine ähnliche Atmosphäre wie bei den berühmten Vorbildern aufzubauen. Will heißen: In spartanischen Minimal-Rocksongs, in denen die Gitarren wunderbar schief schrammeln und quengeln („She held her breath for 17 minutes“), während eine Schweineorgel den Takt vorgibt („Lucky star“), tauchen immer wieder interessante Parallelen zu anderen Bands auf.

So gemahnt die Kombination aus polternden Drums und dem Wechselgesang der Herings an The Velvet Underground („The sad story of New York being turned back into pasture land”, „Peaks in remarks“), während in Stücken wie „Sarah stares at the sun” eine gewisse Nähe zu den White Stripes nicht von der Hand zu weisen ist.

An die Genialität all der genannten Gruppen kommt das Duo dabei freilich nicht heran. So ist „You Look So Alien In Your Bloody Tuxedo“ ein nettes DIY-Indie-Rockalbum, das zwar keine besonders herausragenden Hits zu bieten hat, dafür aber über seine atmosphärische Geschlossenheit punkten kann. Meisterliches gibt es dabei – wie gesagt – nicht zu hören, aber es ist auch nicht so, dass Stuntcat den Hörer mit irgendwelchem kruden Indie-Geschrammel belästigen würden.

Anspieltipps:

  • Lucky star
  • My louboutins
  • Peaks in remarks
  • Lindsey Buckingham
  • All things come to those who wait

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