Asobi Seksu - Fluorescence - Cover
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Asobi Seksu Fluorescence


  • Label: Polyvinyl Records/CARGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem vierten Album ist die Dream-Pop-Formation Asobi Seksu (James Hanna, Yuki Chikudate, Billy Pavone, Larry Gorman) aus Brooklyn, NY erneut in höhere Sphären aufgestiegen, die gleichzeitig bunt schillern und schrill glänzen, um im nächsten Moment schon wieder auf dem Boden angekommen gehörig Wehmut zu versprühen. Diese sonderbare Mischung aus dunkler Sehnsucht und schier überbordender Lebensfreude (mit allerlei zuckrigen Melodien und Instrumenten untermauert) ist das Markenzeichen des Quartetts, das sich so wohltuend vom Gros der Dream Pop-Verwandtschaften abhebt.

Mit der Unterstützung von Produzent Chris Zane (The Walkmen, Passion Pit, Tokyo Police Club) gingen Asobi Seksu mit der klaren Vorstellung in den Prozess, es dieses Mal viel mehr fließen zu lassen und weniger Kopfzerbrechen an dem Auseinanderpflücken von Songideen zu verschwenden. Das Ergebnis „Fluorescence“ ist die Bestätigung dafür, dass diese Orientierung perfekt aufgegangen ist. Große, hymnische Gesten treffen auf verschrobene Effekte, ob an Gitarren, Stimme oder Keyboard ausgeübt, und geben die gelungene Vorlage direkt an die Sängerin/Keyboarderin Yuki Chikudate weiter. Yuki drückt der Musik stets ihren Stempel auf, führt sie durch Dunkel und Licht, ob engelsgleich oder beschwörend.

Asobi Seksu sind quasi die ungleich lebensfrohere Reinkarnation der legendären Cocteau Twins, liefern einen astreinen Hit wie „Perfectly Crystal“ ab, winden sich in großartigen Keyboard- und Gitarreneinsätzen bei „Sighs“ und schlafwandeln sich beglückend durch „Ocean“. Ein Album wie eine Wundertüte und für das Jahr 2011 definitiv ein Gewinn.

Anspieltipps:

  • Trails
  • Perfectly Crystal
  • Sighs
  • Ocean

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