James Blake - James Blake - Cover
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James Blake James Blake


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das, was James Blake auf seinem Debüt-Longplayer aufbietet, ist eher nicht für den Massengeschmack geeignet.

Der Name des englischen Musikers James Blake (nicht zu verwechseln mit dem US-amerikanischen Tennisspieler) geistert schon seit Monaten durch das Internet und die britische Clubszene. Nach einer guten Handvoll EPs und mächtig Aufruhr in Blogger-Kreisen, steht nun das Major-Debütalbum des 22-jährigen Briten in den Läden. Dieses muss beweisen, dass es nicht nur irgendwelche anonymen Blogger-Horden begeistern kann, sondern auch den einen oder anderen käuflichen Abnehmer findet.

Dabei ist das, was James Blake in den 39 Minuten seines Debüt-Longplayers aufbietet, eher nicht für den Massengeschmack geeignet, denn der junge Songwriter gibt sich rätselhaft und verschlossen. So passen die verhuschten Bilder im Album-Booklet einwandfrei zu der Musik des 22-Jährigen, die sich aus verschachtelten Beats, die ab und zu ins Stolpern geraten und verfremdeten Stimmen zusammensetzt.

In diesem spannenden wie auch verwirrenden Klangkosmos treffen Versatzstücke aus Dubstep („Unluck”), Electro („I never learnt to share ”), Gospel („Measurements”) und Drum & Bass („To care like you“) aufeinander. Entstanden sind die Tracks, wie es sich für einen Nerd wie James Blake gehört, allesamt in seinem Heimstudio. Denn mehr als einen schnellen PC und gute Software scheint es heute nicht mehr für ein Album zu benötigen. Und tatsächlich kann sich das Songwriting des Briten sehen lassen, da es für einen völlig neuen musikalischen Ansatz sorgt, der noch am ehesten mit Radiohead goes Electro umschrieben werden kann („The Wilhelm scream”).

James Blake gelingt ein erfreulich andersartiges Album, das eindeutig aus dem Wust der wöchentlichen Veröffentlichungen heraussticht. Trotzdem muss das Werk in den kommenden Monaten erst noch den „Test of Time“ bestehen, um bis zum Jahresende im Ohr zu bleiben, wenn es gilt, die besten Alben eines Jahres in den diversen Polls zu bündeln.

Anspieltipps:

  • Limit to your love
  • The Wilhelm scream
  • I never learnt to share

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