Britney Spears - Femme Fatale - Cover
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Britney Spears Femme Fatale


  • Label: Jive/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Innovative, neue Beats, die jeden Song einzigartig machen.

Kaum eine Künstlerin schafft es derzeit so in aller Munde zu sein wie Britney Spears. Nachdem es nach dem letzten Longplayer „Circus“ (2008) musikalisch sehr ruhig um die Sängerin geworden war und ihr Privatleben die Klatschblätter füllte, schwingt sie sich nun mit ihrem siebten Album „Femme Fatale“ geschickt zurück ins positive Rampenlicht. Betrachtet man es genau, stehen wir hier vor einer unglaublich geschickten PR Kampagne. Sie twittert was das Zeug hält, macht ihre Fans auf Facebook neugierig. 13 Tage lang hält sie die Fans allein bis zur Premiere der ersten Singleauskopplung und Videopremiere von „Hold It Agains Me“ hin. Kleine Teaser schüren dabei die Neugierde.

Das Ergebnis: zunächst weltweit Platz 1 der iTunes Charts und schließlich auch der Single Charts. Ein neues Video reicht natürlich nicht, weshalb auch schon die zweite Singleauskopplung feststeht, deren Video kurz nach Veröffentlichung des Albums gedreht werden soll. In Amerika tingelt sie von einer wichtigen Show zur nächsten, um ihr Album zu promoten, in Deutschland lächelt sie von zahlreichen Werbeplakaten, so dass man kaum eine Chance hat, nicht mitzubekommen, wann der große Tag ist.

Doch wer genau versteckt sich hinter diesem Erfolgsrezept? Zum einen ist da Lukasz Gottwald, besser bekannt als Dr. Luke. Er zählt zu den besten Produzenten und Songwritern Amerikas und produzierte neben einigen Songs für Britneys letztes Album „Circus“ u.a. auch Songs für Katy Perry („I kissed a girl“, „Hot n Cold“), Ke$ha („Tik Tok“) und Kelly Clarkson („Behind These Hazel Eyes“). Und dann ist da noch Max Martin, ebenfalls Produzent und Songwriter und nicht weniger renommiert als sein Kollege. Letzterer findet sich allerdings schon seit ihrem Debüt „... Baby One More Time“ an der Seite der blonden Sängerin. Die Beiden sind ein gutes Team, das haben sie schon mehrfach bewiesen. Sie arbeiten mit den ganz Großen zusammen und hatten schon immer ein Händchen für die neusten Trends und den richtigen Augenblick.

Und was bietet „Femme Fatale“ nun? Zehn Tracks und nur 44 Minuten Spielzeit klingen schließlich verhältnismäßig kurz für einen Longplayer und geben somit wenig Platz für Lückenfüller und Patzer. Aber es mag unglaublich klingen, unnütze Titel wird man auf dem Album nur schwer finden. Sicherlich – die Songtexte sind kein lyrischer Hochgenuss und wer wirklich persönliche und anspruchsvolle Musik sucht, sollte dringend das Genre wechseln, doch hier liegt tatsächlich ein starkes Album vor. Schon „Till The World Ends“, die zweite Singleauskopplung des Albums, erfreut das Ohr mit ebenso einzigartigen Beats wie es auch schon „Hold It Against Me“ geschafft hat.

So entfaltet sich das komplette Werk voller innovativer, neuer Beats, die jeden Song einzigartig machen und garantiert keine Langeweile aufkommen lassen. Der Hörer wandelt in der Welt des Electro-Pop, selbst die ein wenig langsameren Nummern sind deutlich tanzbar und laden zum Mitwippen ein. Hinzu kommt Britneys unverkennbare Stimme, die sich mal ein wenig verzerrt, mal ganz vertraut in die Songs schmiegt. Was bleibt, ist ein Silberling, ganz wie man ihn von der Prinzessin der Popmusik erwarten durfte. Kreativ, frisch, neu, mit genau der richtigen Prise Sexappeal, Ohrwurmqualität und Wiedererkennungswert.

Anspieltipps:

  • Till The World Ends
  • Inside Out
  • Gasoline

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