Agoria - Impermanence - Cover
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Agoria Impermanence


  • Label: Infiné/ALIVE
  • Laufzeit: 58 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Sébastien Devaud alias Agoria fühlte sich frühzeitig zu elektronischen Stilrichtungen wie Techno und House hingezogen. Kevin Saundersons „Good Life“ und ein Auftritt Jeff Mills in der Nähe von Agorias Heimatstadt Lyon bewegten den Franzosen dazu eine Karriere als DJ und Produzent anzustreben. Nachdem er Resident-DJ in den angesagtesten Clubs Frankreichs war, war es nur eine Frage der Zeit bis er sein Schaffen auf die bei DJs eher ungeliebten kleinen silbernen Scheiben verewigte. 2010 gründete er sein eigenes Label „infiné“ und versammelte dort Elektrokünstler unterschiedlichster Ausprägung. Anfang 2011 gibt er sein Labeldebüt bzw. seine dritte CD heraus.

„Impermanence“ (dt. Unbeständigkeit) ist dabei ein sehr treffender Titel. Auf der einen Seite werden nämlich intime Songs wie das schöne „Kiss my soul“ bei dem Kid A, eine junge Amerikanerin die Vocals zu einer simplen aber effektiven Klaviermelodie liefert, präsentiert, auf der anderen Seite „Panta Rei“, das in den entsprechenden Discos mit seinen treibenden Percussions ein Tanzflächenknaller werden dürfte. Hinzu kommen Klang- und Melodie-Collagen wie der kurze Track „Simon“ oder „Under the River“, die man sich gut als Filmuntermalung vorstellen kann. „Little Shaman wiederum erinnert teilweise extrem an Chloés „Word for Word“, welches vor allem in den Vocals zitiert wird, ohne jedoch deren Klasse zu erreichen. So bietet das Album dem geneigten Electronica-Fan eine ganze Menge verschiedenster Stile.

Dabei bleiben allerdings die BPM und Rhythmen über das gesamte Album konstant auf einem chilligen Level und das Album versinkt dabei in Belanglosigkeit und langweilt schnell. Schade vor allem um Kid A, die neben „Kiss my soul“ bei „Heart beating“ eine tolle Gesangsperformance bietet. Diese beiden Tracks sind es auch, die aus einem insgesamt schwachen Album hervorstechen. Agoria sollte sich überlegen mit der Amerikanerin ein ganzes Album zu produzieren, dabei würde sich sicherlich etwas Beständigeres als „Impermanence“ zaubern lassen.

Anspieltipps:

  • Kiss my soul
  • Heart beating

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