Jeff Beck - Rock´N´Roll Party (Honoring Les Paul) - Cover
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Jeff Beck Rock´N´Roll Party (Honoring Les Paul)


  • Label: Rhino Records/WEA
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Man weiß genau, was einen erwartet und man bekommt exakt das, was man erwartet. Mann, Mann, Mann.

Jeff Beck ist ein Name, den der Musikfan kennen sollte. Ähnlich wie Les Pauls kann man den Mann zu den ganz Großen der Gitarrenszene zählen. Und wie es der Zufall will, hat sich Jeff Beck alte Les-Pauls-Klassiker und noch einige weitere Songs aus derselben Epoche zur Brust genommen, um mit einigen weiteren Musikern die alten Hits wieder aufleben zu lassen. 20 Stücke und eine gute Stunde lang wird man in vergangene Zeiten zurückversetzt und genießt die besten Stücke des Erfinders der Gibson Les Pauls.

Geht man die Tracklist durch, dann wird schnell klar, dass sehr schöne Stücke für diese kleine Zeitreise und Huldigung ausgewählt wurden: „Vaya Con Dios“, „Cry Me A River“, „Peter Gunn“ und „New Orleans“ stechen da auch weniger bewanderten Menschen dieser Epoche entgegen, aber auch der Rest der Liste kann sich sehen lassen. Die Umsetzung ist ausnahmslos und man spürt die Freude an dieser Musik seitens der Musiker wie auch des Publikums. Es ist schwer, einzelne Songs nach all der Zeit noch genauer zu beschreiben oder Besonderheiten herauszuheben, da die Lieder den originalen wirklich ähneln und auch den Geist der Rock'n'Roll-Ära tragen, als sei es ihre erste Haut.

Wie bewertet man so ein durchweg superb gelungenes Live-Album voller Remakes. Keine eigenen Ideen, eigentlich nur exzellente Kopien ohne neue künstlerische Note und auch keine großartigen Überraschungen, was die Songauswahl angeht. Jeff Becks „Rock'n'Roll Party“ läuft streng nach Plan und hat dabei auch ein umwerfendes Programm. Man weiß genau, was einen erwartet. Man bekommt exakt das, was man erwartet. Es wird in bester Manier dargeboten und eigentlich gibt es nichts zu meckern. Allein der Fakt, dass so ein Erlebnis live natürlich mehr Sinn macht und Liebhaber dann doch lieber zum Original greifen.

Es ist fraglich, ob ein Album dieses Auftritts überhaupt angebracht ist. So ein Les-Pauls-Revival sollte einmalig sein und irgendwie erscheint es logischer, sich ein Les-Pauls-Best-Of anzuschaffen, anstatt dieses gelungene Remake zu genießen. Wer sich jedoch davon überzeugen möchte, dass Jeff Beck einen einmaligen Cast vereint hat und mit diesem eine Les-Pauls-Party der Extraklasse schmeißt, darf natürlich trotzdem das Portemonnaie zücken.

Anspieltipps:

  • New Orleans
  • Cry Me A River
  • (Remember) Walking In The Sand
  • Peter Gun
  • Double Talking Baby

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