Serenity - Death & Legacy - Cover
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Serenity Death & Legacy


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 66 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einem ersten Aufschwung durch einen Line-up-Wechsel im Jahr 2004 und erneuter kleiner Veränderung nach dem Ausscheiden von Bassist Simon Holzknecht im Sommer 2010, legen Serenity (Georg Neuhauser – Gesang, Thomas Buchberger – Gitarre, Mario Hirzinger – Keyboard, Gesang, Fabio D'Amore – Bass und Andreas Schipflinger – Schlagzeug, Gesang) nun ihr drittes Studioalbum vor. Die österreichische Formation kann bereits auf zahlreiche Konzerte zurückblicken, die sie u.a. als Support für DIO, Kamelot oder Edenbridge bestritt.

Die vorangegangenen Serenity-Alben sind nicht spurlos an der Szene vorbei gegangen. Ihr Debüt „Words Untold & Dreams Unlived“ (2007) wurde in der Presse gelobt und mit dem zweiten Album „Fallen Sanctuary“ (2008) schaffte die Band sogar den Sprung nach Amerika, Kanada und Japan. Auch für „Death & Legacy“ fanden sich erneut vertraute Gesichter der vorangegangenen Alben zusammen, um an den Erfolg der Vorgänger anzuknüpfen. Oliver Phillips (Everon) unterstützte bei der Produktion der Orchesterarrangements und auch Jan Vacik konnte noch einmal für den Mix gewonnen werden.

Für den Silberling selbst haben sie sich natürlich auch etwas einfallen lassen. Epische Arrangements sind schon immer Serenitys Markenzeichen, doch ein Album braucht auch ein gewisses Konzept. Man will schließlich etwas erzählen. Die Österreicher entschieden sich für historische Grundlagen. So wird bei genauerem Hören auf die Texte durchaus deutlich in welcher Epoche man sich gerade befindet und welche große Figur gerade Inspiration für das Lied gab. So begegnet man über das Album hinweg unter anderem Christopher Columbus, Giacomo Casanova, Sir Francis Drake und Queen Elizabeth I.

Sänger Georg Neuhauser haucht den Geschichten dabei mit einzigartiger Stimme Leben ein. Er beherrscht es mal sanft und weich („New Horizons“, „My Legacy“), mal kräftig und rau („State Of Siege“, „When Canvas Starts To Burn“) über dem musikalischen Arrangement zu schweben und so durch seine Stimme deutlichen Wiedererkennungswert zu schaffen. Die Instrumentierung selbst ist ganz wie man sie sich von Symphonic Metal erhofft vielklingend, erscheint manchmal ein wenig wie für einen Filmsoundtrack geschrieben und sorgt nicht nur in den rein instrumentalen Interludes („Set Sail To“, „Prayer“, „Below Eastern Skies“, „Lament“) für den nötigen Wow-Faktor.

Abwechslungsreiche Schlagzeugrhythmen sorgen zudem für den nötigen Pepp und diverse Gitarrensoli („Far From Home“, „Youngest Of Widows“, „Beyond Desert Sands“) verzaubern den Hörer. Nicht zu vergessen sind außerdem die an Board geholten Gastsängerinnen, die Georg vor allem in den balladeskeren Stücken („The Chevalier“, „Changing Fate“, „Serenade Of Flames“) ideal ergänzen. So darf man sich an den Stimmen von Charlotte Wessels (Delain), Ailyn (Sirenia) und Amanda Sommerville erfreuen. Fazit: Mit „Death & Legacy“ wurde ein vielschichtiges Album geschaffen, das auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. Für Fans des Genres ein definitives Must-Have.

Anspieltipps:

  • New Horizons
  • The Chevalier
  • State Of Siege
  • Changing Fate

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