Visions Of Atlantis - Delta - Cover
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Visions Of Atlantis Delta


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach zahlreichen Neubesetzungen kennt man das Line-up der österreichischen Band Visions Of Atlantis nun seit 2009 in ihrer derzeitigen Besetzung, bestehend aus Mario Plank (Gesang), Werner Fiedler (Gitarre), Mario Lochert (Bass), Martin Harb (Keyboards), Thomas Caser (Drums) sowie der neuen Sängerin Maxi Nil aus Griechenland. Vorliegend ist nun ihr viertes Studioalbum „Delta“, das gleichzeitig das Debüt für Maxi mit der Band darstellt.

Betrachtet man sich das Line-up, wird zumindest eines klar: die üblichen Genrevergleiche zu Kollegen wie Nightwish oder Within Temptation werden schon allein an Sänger Mario in ihrer Endgültigkeit scheitern. Fakt ist allerdings, dass Maxi sich in die Reihen der Sopranistinnen einreiht. Fakt ist leider auch, dass sie eine eher gewöhnliche Stimme hat, der die einzigartige Klangnote, durch die man einige Kolleginnen sofort erkennt, fehlt. Das wird leider schon im Opener „Black River Delta“ deutlich. Dafür ist die Stimme von Sänger Mario umso charismatischer und abwechslungsreicher. Mal schraubt er sich sanft in höhere Klangregionen, mal überzeugt er mit fester Bruststimme oder sogar mit tiefen Growls und Shouts. Definitiv ein Pluspunkt.

Damit hört es leider fast schon wieder auf. Die zehn Tracks gleichen sich größtenteils sehr, ein Wechsel in Sachen Rhythmus erscheint sehr selten und ohne bewusst hinzuhören, verliert der Hörer sich schnell in den Tracks, was die Unterscheidung der einzelnen Titel durchaus schwer macht. Es fehlen einfach der Abwechslungsreichtum und der richtige Pepp. Positiv zu erwähnen sind kleinere Parts in den Songs, die sich zu wahren Lichtblicken entwickeln, aber nie zum richtigen Wow-Moment ausreichen. So ist zum Beispiel das Gitarrensolo während „Conquest of Others“ hervorzuheben, das ins Ohr geht und wirklich Spaß macht. „Reflection“ ist eine der wenigen ruhigen Nummern des Silberlings, die mit Gänsehautbereitenden Klavierlinien überzeugen kann.

So bleibt am Ende durchschnittlicher Symphonic Metal, wie man ihn aus vielen Ecken kennt. Der Wiedererkennungswert in der Masse bleibt dabei leider gering. Schade eigentlich.

Anspieltipps:

  • New Dawn
  • Conquest of Others
  • Reflection

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