Tokyo Blade - Thousand Men Strong - Cover
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Tokyo Blade Thousand Men Strong


  • Label: Fastball/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor 30 Jahren fanden im englischen Salisbury ein paar junge Burschen zusammen, um gemeinsam eine Band zu gründen. Die Herren Alan Marsh (Gesang), Andy Boulton (Gitarre), Ray Dismore (Gitarre), Andy Robbins (Bass) und Steve Pierce (Drums) nannten sich zuerst Killer, dann Genghis Khan und ab 1983 Tokyo Blade. In diesem Jahr erschien auch das selbstbetitelte Debütalbum des Quintetts – und zwar genau richtig zur beginnenden Blüte des New Wave Of British Heavy Metal. Tokyo Blade mischten ein paar Jahre in der Szene mit, zerbrachen dann aber.

1995 gab es mit dem Werk „Burning Down Paradise“ ein ebenso überraschendes wie kurzlebiges Comeback, dem nun, 16 Jahre später, mit „Thousand Men Strong“ der inzwischen dritte Anlauf von Tokyo Blade folgt, obwohl die Musiker schon längst keine Ambitionen mehr hegten und sich ins Privatleben zurückgezogen hatten.

Im Line-up Andy Boulton (Gitarre), Andy Wright (Bass), John Wiggins (Gitarre), Steve Pierce (Schlagzeug) sowie Nicolaj Ruhnow (Gesang) und unter der Produktionsaufsicht von Chris Tsangarides (Anvil, Thin Lizzy, Judas Priest) wurden zehn neue Tracks eingespielt, die nahtlos an den klassischen Sound der 80er Jahre anknüpfen sollen, weil die Burschen von Tokyo Blade vermutlich gar nichts anderes können. Und das ist auch gut so, hört man sich Songs wie den zupackenden Opener „Black abyss“ oder die folgenden „Thousand men strong“ und „Lunch-case“ an, die so ziemlich alle schwer liebgewonnen Trademarks der NWOBH-Epoche wie z.B. herrlich dudelnde Gitarrensoli und sirenartigen Gesang in sich vereinen.

„Thousand Men Strong“ dürfte hauptsächlich ein Spaßalbum für die Generation von Heavy-Metal-Fans sein, die die New Wave Of British Heavy Metal quasi live miterlebt hat. Doch auch jüngere Jahrgänge müssen angesichts der solide komponierten Songs die Ohren nicht in den Sand stecken. Die Altherrengruppe von der britischen Insel liefert einen definitiv nostalgisch anmutenden, aber mit Spaß an der Freude ausgearbeiteten Longplayer ab, der sicher keine Großtat darstellt, aber einen gewissen Kultfaktor mit sich bringt, der positiv auf die Songs abfärbt.

Anspieltipps:

  • Lunch-case
  • Killing rays
  • Thousand men strong
  • Heading down the road

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