Lenka - Two - Cover
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Lenka Two


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt Menschen, die selbst in Leidenszeiten noch Charme versprühen.

Getragen von der wunderbaren Hitsingle „The show” entwickelte sich das ursprünglich im September 2008 veröffentlichte Debütalbum der australischen Sängerin Lenka Kripac (31) im Laufe eines Jahres zu einem weltweiten Achtungserfolg mit Platzierungen in der oberen Hälfte fast aller wichtigen Länder-Charts. Die unverbrauchte Popmusik der in den USA lebenden ausgebildeten Schauspielerin war ein schöner Begleiter durch den Sommer. Doch jeder Sommer geht einmal vorbei und es wird Zeit für etwas Neues.

Lenka befand sich im Jahr 2009 für zehn Monate auf Welttournee und bereiste 21 Länder. Die vielen Eindrücke, die sie dabei gewann, verarbeitete sie in neuen Liedern, von denen sich bis zum Beginn der Arbeit an ihrem zweiten Album immerhin 35 Stück angehäuft hatten. Und da die 31-Jährige eh schon fast ein ganzes Jahr auf Achse war, entschloss sie sich, ihr Zweitwerk in der europäischen (Musik-)Metropole London aufzunehmen und gleichzeitig nach einem neuen Sound zu suchen.

So wurde aus dem leichtfüßigen Songwriter-Pop des Debüts eine zeitgemäße Platte mit elektronischen Elementen, die von David Kosten (u.a. Joseph Arthur, Natalie Imbruglia, Skin), Eg White (u.a. Adele, Emiliana Torrini, James Morrison) sowie Guy Sigsworth (u.a. Britney Spears, Madonna, Alanis Morissette) betreut wurde. Da Lenka für ihr Songwriting aber größtenteils alleine verantwortlich zeichnet, lässt sich in allen Stücken die für einen Künstler so wichtige persönliche Note wieder erkennen und der Elektroanteil beschränkt sich am Ende lediglich auf das Nötigste.

Dadurch klingen Songs wie „Heart skips a beat“, „Sad song“, „Blinded by love“ und „Everything’s okay“ authentisch und man glaubt der Sängerin und Songschreiberin, dass sie darin echte Gefühle verarbeitet („Ich habe mich einer depressiven Stimmung hingegeben und war gerade dabei, mich wieder daraus zu befreien. Wir alle stolpern ständig und fallen hin, und normalerweise schreibe ich Songs, wenn ich wieder am Aufstehen bin”). Das dies mit einer gewissen musikalischen Leichtigkeit geschieht, ist eine Besonderheit im Songwriting der Australierin, die man ihr durchaus negativ aufs Brot schmieren könnte, aber gewiss nicht muss. Es gibt eben auch Menschen, die selbst in Leidenszeiten noch Charme versprühen.

Anspieltipps:

  • Sad song
  • Blinded by love
  • You will be mine
  • Everything’s okay
  • Shock me into love

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