Bobby Bazini - Better In Time - Cover
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Bobby Bazini Better In Time


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit dem jungen Kanadier Bobby Bazini (21) wird mal wieder ein neues Talent am Singer/Songwriter-Himmel angekündigt, bei dem es sich zur Abwechslung tatsächlich lohnt, genauer hinzuhören. Der Spross einer Musikerfamilie macht bereits seit jüngsten Teenagertagen Musik und heimste damit früh Aufmerksamkeit bei lokalen Veranstaltern und Radiostationen ein. Seine Songs sind überwiegend mit fröhlichen Melodien und den klassischen Herz/Schmerz-Themen ausgestattet, wodurch es dem einen oder anderen Hörer womöglich etwas an Tiefgang mangeln könnte.

In diesem Zusammenhang darf freilich nicht vergessen werden, dass Bobby Bazinis Songs überwiegend im Teenageralter entstanden sind und deshalb noch nicht zwingend die Abgründe der menschlichen Seele behandeln können. Unter diesen Voraussetzungen macht der Kanadier seine Sache auf dem Debütalbum „Better In Time“ wirklich gut. Bazini bezieht sich auf seine musikalischen Einflüsse aus den Bereichen Country, Soul, Blues, Folk und Soft-Rock und entwickelt daraus ein Dutzend abwechslungsreiche und eigenständig klingende Stücke, die er nicht als Solokünstler, sondern mit tatkräftiger Unterstützung einer Band vorträgt.

Das erzeugt ein angenehm rundes und dichtes Klangbild, aus dem Bazinis markante, leicht angeraute und bereits ziemlich erwachsen klingende Stimme heraussticht, die vergleichsweise irgendwo zwischen dem jungen Rod Stewart, Ben Harper, James Blunt und Adam Levine (Maroon 5) pendelt.

„Better In Time“ ist kein sensationelles, aber ein durchweg gutes Erstlingswerk, das mit der Frische und dem nicht reproduzierbaren Charme eines Debütalbums punktet. Bobby Bazini beweist Talent als Songwriter und zeigt ein gutes Händchen als Arrangeur und Sänger. Ob dies letztendlich auch in den internationalen Charts funktioniert, ist eine andere Geschichte. Aber es soll ja auch Plattenfirmen geben, die ihre Künstler langsam aufbauen und nicht ausschließlich auf die Verkaufszahlen achten.

Anspieltipps:

  • Oh Katy
  • I wonder
  • Turn me on
  • Feels like home

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