Darkest Hour - The Human Romance - Cover
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Darkest Hour The Human Romance


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach der Gründung 1995 legten Darkest Hour erst fünf Jahre später den Grundstein für ihre musikalische Karriere und veröffentlichten ihr Longplayerdebüt „The mark of Judas“ (07/2000). Erneut ein halbes Jahrzehnt später gelang den Hauptakteuren John Henry (Gesang) und Mike Schleibaum (Gitarre) mit dem bereits vierten Langeisen „Undoing ruin“ (06/2005) der Einstieg in die Billboard Charts auf Platz 138, was von den nachfolgenden Alben „Deliver us“ (07/2007, Platz 110) und „The eternal return“ (06/2009, Platz 104) in geringem Ausmaß überboten wurde. Da es jedoch nicht immer aufwärts gehen kann, zeigen die Verkaufszahlen der aktuellen Platte, „The human romance“, die in den USA eine Woche früher in die Läden kam und einen schwachen 185. Platz belegte.

Doch wen kümmern eigentlich Absatzzahlen und Platzierungen, wenn das Ergebnis unter dem Strich trotzdem stimmt? Als Gradmesser für die Qualität eines Albums fungieren nüchterne Statistiken schließlich nur selten, so auch im vorliegenden Fall. Gemeinsam mit Mike Carrigan (Gitarre), Paul Burnette (Bass) und Ryan Parrish (Schlagzeug) fertigten Henry und Schleibaum nämlich eine eindringliche Metalcore-Platte mit ausgeprägten Melodic Death Metal-Elementen oder war es doch umgekehrt? Die Kreuzung dieser beiden Stile ist Darkest Hour auf „The human romance“ jedenfalls in Perfektion gelungen, sodass man sich nicht selten nach einem standesgemäßen Dark Tranquillity-Auftakt urplötzlich an Architects oder As I Lay Dying erinnert fühlt („Love as a weapon“, „Your everyday disaster“), während der nächste Song wieder in bissige Hardcore-Sphären ausbricht und eine Brücke zu Crowbar schlägt („Violent by nature“).

Leider baut der Fünfer nach der starken ersten Hälfte ziemlich ab, wiederholt sich oder versteift sich auf Melodien und Ideen von der Stange („Purgatory“, „Severed into separates“, „Wound“), die in ihrer, meist vor Verzweiflung durchsetzten Umgebung völlig aufgehen und ohne nachhaltigen Eindruck langsam dahinscheiden. Selbst ein episch angelegtes Instrumental wie das fast neunminütige „Terra solaris“ verzichtet darauf, die Kohlen aus dem Feuer zu holen und ist mehr Fingerübung denn künstlerische Bereicherung. Großteils fallen diese Kritikpunkte allerdings in die Kategorie „Jammern auf hohem Niveau“, den Melodeath- und / oder Metalcore-affinen Hörer sollten sie jedoch nicht davon abhalten „The human romance“ eine Chance zu geben und die Platte in sein Herz zu schließen.

Anspieltipps:

  • Savor The Kill
  • Violent By Nature
  • Love As A Weapon

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