Foo Fighters - Wasting Light - Cover
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Foo Fighters Wasting Light


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Wasting Light“ ist mittlerweile das siebte Studiowerk der Foo Fighters. Es verbindet sämtliche Stärken, aber natürlich auch ein paar Schwächen der Band.

Nach jedem neuen Foo-Fighters-Album und nach jeder kräftezehrenden Welttournee hört man von Bandchef Dave Grohl (42), dass es Zeit für eine Pause sei. Bei den Dimensionen, in denen die Foo Fighters inzwischen schweben, ist dieser Wunsch nur allzu verständlich. Doch Dave Grohl ist ein Arbeitstier, das ohne Musik nicht kann, nie zur Ruhe kommt und deshalb nie ganz aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet. Sei es durch sein Engagement bei dem Allstar-Projekt Them Crooked Vultures oder durch den genialen Schachzug, dem 2009er „Greatest Hits“-Album mit „Wheels“ eine Single zu spendieren, die auch nach 1½ Jahren im Radio rauf und runter läuft. Dann schaut man auf den Kalender, stellt fest, es ist 2011 und das nächste Studioalbum der Foo Fighters steht vor der Tür.

Im Vorfeld der Veröffentlichung wurden die Fans häppchenweise mit Informationen über die Entstehung gefüttert und heiß gemacht. So ist mit Butch Vig (u.a. Smashing Pumpkins, Green Day, Jimmy Eat World, Sonic Youth) der Produzent des legendären 1991er „Nevermind”-Albums von Nirvana mit an Bord, die Aufnahmen fanden nicht in einem der großen Studiotempel, sondern in Dave Grohls Garage statt (wobei die Garage des Herrn Grohl sicher nicht mit jedem x-beliebigen Schuppen verglichen werden kann) und als Gäste sind Ex-Hüsker-Dü-Musiker Bob Mould sowie Ex-Nirvana-Kollege Krist Novoselic auf dem Werk zu hören. Wer da nicht nervös wird, ist kein Rockmusikfreund.

„Wasting Light“ ist mittlerweile das siebte Studiowerk der Foo Fighters. Es verbindet sämtliche Stärken, aber natürlich auch ein paar Schwächen der Band. Denn wo so mancher Kritiker fehlende Härte bemängelt und zu poppige Songs anprangert, legen Grohl und Co. heuer noch ein paar Schippen obendrauf und schmeißen mit Songs wie „Dear Rosemary“ (mit Bob Mould als großartigen Gastsänger), „These days“ sowie dem mit einem Refrain zum Niederknien plus tollem Text gesegneten „Arlandria“ wahre Prachtstücke in die Runde.

Auf der anderen Seite geizt die Band in Stücken wie „Bridge burning“, „Rope“ oder dem punkigen „White limo“ nicht mit schrägen Gitarrenriffs und energiegeladenem Gesang, freilich ohne die Zügel zu sehr schleifen zu lassen. Eine Grundeingängigkeit muss bei den Foo Fightern nun mal einfach sein, auch wenn es in „Back & Forth“ fast schon zu poppig zugeht und „A matter of time“ als einziger Füllsong herhalten muss. Am Ende schiebt das Quintett jedoch noch einmal drei starke Songs hinterher (darunter die wundervolle Rockhymne „Walk“, die mit Lebenskraft nur so um sich wirft), die endgültig verdeutlichen, dass die Foo Fighters lange nicht so fokussiert und kompakt wie auf „Wasting Light“ geklungen haben. Das war bei Dave Grohls Arbeitsauslastung nicht unbedingt zu erwarten.

Anspieltipps:

  • Rope
  • Walk
  • Arlandria
  • White limo
  • Dear Rosemary
  • I should have known

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