Assaulter - Boundless - Cover
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Assaulter Boundless


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Salvation Like Destruction“ (03/2009), das erste Langeisen der australischen, schwarz gefärbten Thrasher Assaulter machte aufgrund seiner gleichförmigen Erscheinung nicht unbedingt den besten Eindruck. Trotzdem schnappte sich Metal Blade die drei Herrschaften S. Berserker (Gesang, Gitarre, Bass), T. Hellfinder (Gitarre) und Peter Hunt (Schlagzeug) und gestand ihnen die Veröffentlichung des Nachfolgers „Boundless“ zu. Ob das eine gute Entscheidung war, ist jedoch zu bezweifeln, denn wirklich grenzenlos ist an der Scheibe der Down Under-Truppe lediglich die kaum packende Vorstellung, welche noch dazu mit einer selbst aufoktroyierten DIY-Attitüde gesegnet wurde und somit produktionstechnisch aus dem letzten Loch pfeift.

Der Auftakt („Entrance“, „Outshine“) gestaltet sich daher vor allem wegen der schrillen Gitarrenriffs als schmerzvolle Folter für Ohren und Anlage, vom monotonen Ablauf mal ganz zu schweigen. „Into submission“ lockert mit donnernden Drums und vor Coolness strotzendem Groove den Polterabend ein wenig auf, das anschließend öde und stumpfe Gegniedel in „Slave to king“ macht den leichten Aufwärtstrend allerdings umgehend zunichte und da sowohl „The perpetual war“ und „Exalt the master“ ebenfalls schulterzuckenden Strukturen folgen, gestaltet es sich äußerst schwer „Boundless“ noch bis zum Ende im CD-Player zu lassen.

Zur großen Verwunderung schnuppern Assaulter mit „Dying day“ kurz an qualitativer Höhenluft um im achtminütigen „The great subterfuge“ die Black trifft Thrash Metal-Attitüde in epische Gefilde zu steuern, der aber jegliche Dramaturgie oder Nachhaltigkeit beigemengt wurde. „Boundless“ deswegen komplett den Rücken zu kehren wäre jedoch falsch, denn Freunde kompromissloser Metalkost werden hier womöglich den heiligen Gral entdecken. Wer den eintönigen Probeaufnahmen aus dem Keller mit einem sehr schlecht gelaunten Mille Petrozza-sound-a-like (Kreator) jedoch nichts abgewinnen kann, findet vielleicht am als Geheimtipp gehandelten Black Metal Punk von The Ugly („Slaves To The Decay“ 11/2008)) Gefallen. Dort geht es ähnlich rau zu, die Halbwertszeit und der Coolnessfaktor ist bei diesen Herrschaften allerdings wirklich „Boundless“.

Anspieltipps:

  • Dying Day
  • Into Submission

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