Fenech-Soler - Fenech-Soler - Cover
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Fenech-Soler Fenech-Soler


  • Label: B-Unique/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „Fenech-Soler“ werden dem geneigten Hörer zehn blitzblank herausgeputzte Electro-Popsongs vorgesetzt, die sich scheinbar um Innovationen bemühen, aber vor Zitaten nur so strotzen.

Schon bevor ihr Debütalbum im September 2010 auf den heimischen Markt kam, machten die vier jungen Burschen der Electro-Pop-Band Fenech-Soler aus der englischen Industriestadt Northampton die britische Musikpresse verrückt. The next big Thing war wieder einmal gefunden und Andrew Lindsay, Daniel Soler sowie das Brüderpaar Ben und Ross Duffy als die Popstars von morgen bestimmt. Jetzt, ein Jahr später, hat sich die Euphorie wieder gelegt. Die große Fenech-Soler-Welle ist ausgeblieben und mehr als Achtungserfolge konnten nicht verbucht werden. Das selbstbetitelte Debütalbum wird auf der Insel inzwischen zum Dumpingpreis verramscht, während hierzulande die offizielle Veröffentlichung erst ansteht.

Auf „Fenech-Soler“ werden dem geneigten Hörer zehn blitzblank herausgeputzte Electro-Popsongs vorgesetzt, die sich scheinbar um Innovationen bemühen, aber vor Zitaten nur so strotzen. Diese reichen teilweise bis in die Wave-Pop-Epoche in den 80er Jahren zurück („The great unknown“, „Demons“) und sind maximal so modern wie die des bis dato letzten Justin-Timberlake-Longplayers („Battlefields“, „LA love“). Dieser („Futuresex Lovesounds“) stammt immerhin aus dem Jahr 2006.

Was will uns die britische Musikpresse mit den von Groove Armada entdeckten Fenech-Soler also verkaufen? Eine niedliche Boygroup aus dem Elektro-Bereich etwa? Als hätte darauf jemand gewartet! Dabei bieten die Fenech-Soler-Jungs durchaus interessante Ansätze, nur bleiben sie in der Umsetzung stets schrecklich steril und lassen die Portion an Tiefgang vermissen, den es braucht, um musikalisch nicht nur ein bisschen an der Oberfläche zu kratzen. So weiß der Hörer gar nicht, in welche Schublade er Fenech-Soler stecken soll und bleibt am Ende etwas ratlos mit einem Album zurück, das von der englischen Presse vollkommen unverständlich gefeiert wurde.

Anspieltipps:

  • LA love
  • Battlefields
  • Stone bridge
  • The great unknown

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