Queen - Deep Cuts Volume 1 (1973-1976) - Cover
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Queen Deep Cuts Volume 1 (1973-1976)


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Deep Cuts Volume 1 (1973-1976)“ beinhaltet 14 Schätzchen, die jedem Queen-Fan Tränen der Rührung in die Augen treiben.

Eigentlich ist es nur Business-Gedöns, doch die Meldung, dass die britische Rockgruppe Queen im 40. Jahr ihres Bestehens (obwohl es die Band faktisch nicht mehr gibt, nachdem Sänger Freddie Mercury vor 20 Jahren starb und Bassist John Deacon keine Lust auf die halbgare Zusammenarbeit mit Paul Rodgers hatte) die Plattenfirma EMI verlassen hat, die sie vom ersten Tag an unterstützte und mit ihrem kompletten Back Katalog zum großen Mitbewerber Island Records (Universal) gewechselt ist, war doch zu ungewöhnlich, um die Nachricht als Randnotiz abzutun. Denn was in der Folge passieren würde, sickerte schnell durch.

Wie sollte es auch anders sein: Alle Queen-Alben werden Stück für Stück in digital überarbeiteter Form als Standard und Deluxe Versionen neu auf den Markt gebracht. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Entlohnung dafür mehr als fürstlich ausfallen wird. Queen-Fans geraten allerdings in die Bredouille, den Back Katalog ein drittes Mal nach den Vinyl-Alben und den ursprünglichen CD-Re-Releases kaufen zu „müssen“, da die Deluxe-Ausgaben in der Regel in halbes Dutzend Bonus Tracks enthalten werden. Mit bisher unveröffentlichten Studiosongs ist zwar nicht zu rechnen, aber besonders im Live- und sicher auch im Remix-Sektor dürften massenhaft unbekannte Aufnahmen in den Archiven schlummern, die nun als Kaufanreiz verbraten werden.

Die Wiederveröffentlichungswelle rollt in chronologischer Reihenfolge der tatsächlichen Ur-Erscheinungstermine in die Läden (den Anfang machen folglich die ersten fünf Studioalben) und wird von begleitenden „Deep Cuts“-Samplern flankiert, auf denen die Band für sie spezielle Songs herausgepickt hat, die insbesondere die andere Seite von Queen präsentieren sollen, die nicht zwingend in den Charts stattgefunden hat. Für die Fans ist natürlich auch dies kalter Kaffee, was aber nichts daran ändert, dass gerade jene Songs das Besondere an Queen ausmachten, in denen das Quartett unterschiedliche Stilistiken erkundete und zu Liedern ausarbeitete, die in Albumform fast ausnahmslos zu grandiosen Entdeckungstouren für den Hörer wurden.

„Deep Cuts Volume 1 (1973-1976)“ beinhaltet 14 Schätzchen, die das Speichervolumen einer CD zwar bei weitem nicht ausnutzen, aber qualitativ jedem Queen-Fan Tränen der Rührung in die Augen treiben. Denn vor allem die Alben der 70er Jahre stellten ein kreatives Freudenfeuer dar, das sich grobgesagt durch die Mischung aus ungewöhnlich hart rockenden Klängen („I’m in love with my car“) und operettenhaften Zutaten („My fairy king“, „The millionaire waltz“) äußerte, woraus geradlinige Hits („Keep yourself alive“, „‘39“) herrliche Singalongs („Long away“, „Good company“) und für allezeit unnachahmliche Kompositionen aus der „Rock-Oper meets Heavy Metal”-Abteilung entstanden („Ogre battle“). Mit einem Wort: Herausragend!

Anspieltipps:

  • Long away
  • Ogre battle
  • Lily of the valley
  • The march of the black queen
  • In the lap of the gods… revisited

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