Fleet Foxes - Helplessness Blues - Cover
Große Ansicht

Fleet Foxes Helplessness Blues


  • Label: Cooperative/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Bemerkenswert und symptomatisch für den Pop der letzten Jahre ist, dass Bands wie Fleet Foxes überhaupt eine so dermaßen große Aufmerksamkeit bekommen. Gleichwohl qualitativ über jeden Zweifel erhaben, ist das gesamte bisherige Schaffen der Band doch so dermaßen stoisch in der Vergangenheit verwurzelt, dass jede noch so bemühte künstlerische Analyse scheitern muss. Es hat der Zeit, in der es erscheint, nichts hinzuzufügen. Das hier ist schöne, die Sechziger und Siebziger liebenswert verklärende Popmusik. Und mehr nicht.

„Helplessness Blues“ bietet also wie das Debüt die Essenz des Schaffens von Neil Young, Simon And Garfunkel, Beach Boys, Byrds, Zombies, Bob Dylan und vielen weiteren. Selbst Songschreiber Robin Pecknold bezeichnet das neue Album im selbst verfassten Presseinfo lediglich als Synthese aus Folk Rock, Traditional Folk und Psychedelischem Pop. Diese Band will also gar nicht mehr sein, wird aber in sämtlichen Magazinen der Republik in gähnend langweiligen Artikeln zu Tode analysiert. Fleet Foxes sind keine Heilsbringer, kein großes Ding, sie sind einfach gut in dem, was sie tun.

Es bleibt also wenig mehr als festzustellen, dass „Helplessness Blues“ ein würdiger Nachfolger des selbstbetitelten Debüts ist. Die Stücke sind teilweise etwas vertrackter, haben mehr Instrumente zu bieten und wirken insgesamt abgeklärter. Robin Pecknolds Stimme und die Gesangsharmonien sind nach wie vor großartig. „The Shrine/An Argument“ macht einen kurzen Ausflug in den Free Jazz. Und was kann daran verkehrt sein?

Anspieltipps:

  • The Plains / Bitter Dancer
  • The Cascades
  • The Shrine /An Argument

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
Diskutiere über „Fleet Foxes“
comments powered by Disqus