Rob Longstaff - Boogaloo - Cover
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Rob Longstaff Boogaloo


  • Label: Blackbird Music
  • Laufzeit: 34 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Boogaloo“ von Rob Longstaff ist ein weiterer Beweis dafür, dass man außer Talent und ein wenig Kleingeld nicht viel braucht, um ein ganzes Album auszunehmen. Ganz allein mit seiner Gitarre startet der Songwriter mit Vorliebe für Rhythm and Blues ein akustisches Album, das problemlos die halbe Stunde Laufzeit trägt und den Hörer mit einfachsten Mitteln unterhält. Der zur Zeit in Berlin ansässige Weltenbummler hat gerade erst eine große Fahrradtour von Deutschland bis Kasachstan hinter sich und die lange Reise hat einen Schub neue Ideen mitgebracht. Wie außergewöhnlich die Geschichten des modernen Barden sind und ob er und seine Gitarre für genug Stimmung suchen, ist natürlich das Hauptinteresse des Hörers.

Rob ongstaff geht von der ersten Minute an auf Nummer sicher und schickt mit „This One's Not For You“ eine schnelle Nummer ins Rennen, die beschwingt, aber nicht oberflächlich wirkt. Der lebendige Gesang Longstaffs ist es, der die Lieder am Leben hält, während die Gitarre allein für eine Klangkulisse zuständig ist. Keine Besonderheiten im instrumentalen Bereich. Ein Nörgler möchte diesen Teil der Darbietung gar spärlich nennen. Longstaffs Stimme macht dagegen eine Menge wieder gut. Sei es ein schnelles Stück wie der Opener oder „Chimney Head“ oder die gediegenen Lieder à la „French Kisses“.

Dadurch dass das Album so minimalistisch aufgebaut ist, gibt es jedoch auch nicht viele Besonderheiten, die erwähnenswert wären. Der Kanadier bietet ab und an doch würdige Riffs (z.B. „Number Through The Wash“) und auch Ohrwürmer wie das sehr entspannte „High Horse Low Pony“ , was aus einem sehr Höhepunkt armen Album doch noch eine hörenswerte halbe Stunde werden lässt. Allein für den gefühlvollen Gesang darf jeder Singer/Songwriter-Fan einen Blick riskieren, ohne befürchten zu müssen, dass die nicht vorhandene Tonkulisse Langeweile aufkommen lässt.

Neben einer knappen Hand voll wirklich guter Songs geben sich dann aber auch recht einfache Tracks die Ehre und ziehen das eigentlich so gute Niveau zwar nicht nach unten, lassen aber Wiederholungen aufkommen und machen es schwer, dass sowieso schon kurze Album am Stück durch hören zu können. Allein jene die Rob Longstaffs Stimme vergöttern werden hier durchgehend ihren Spaß haben, ohne einen Track zu überhören. Das sollte bei einem wirklich guten Album nicht der Fall sein und so ist „Boogaloo“ mehr eine hochwertige Ansammlung von Lagerfeuerliedern, die teilweise famos und dann wieder vor sich hin plätschernd wirken.

Anspieltipps:

  • This One's Not For You
  • French Kisses
  • High Horse Low Pony

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