Disco Doom - Trux Reverb - Cover
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Disco Doom Trux Reverb


  • Label: RAKETEmusik/CARGO
  • Laufzeit: 32 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Disco Doom fabrizieren über weite Strecken langweilige Geräuschkulissen, die gerne mal an die wirklich bitteren Momente von Sonic Youth erinnern. Eigenartigerweise hat „Trux Reverb“ im Kontrast dazu von Zeit zu Zeit durchaus liebliche Gesangspassagen zu bieten. Eine krude Mischung.

Problem Nr. 1 des Albums ist, dass das letzte Stück wie eine schlechte B-Seite von Bohren Und Der Club Of Gore klingt und dabei absurderweise fast die Hälfte des Albums einnimmt. Eine Komposition kann man diesen Noise-Ambient-Track auf Valium kaum nennen: Schier endlos dröhnen die Akkorde vor sich hin während die Nerven langsam entzünden. Der Titeltrack beweist zudem eindrucksvoll, dass Disco Doom die Klasse von Sunn O))) komplett abgeht. Verzerrt im luftleeren Raum herumballern ist halt nicht alles.

Einigermaßen gelungen sind dagegen die wenigen nicht-avantgardistischen Momente mit Gesang. „Sands Inn“ ist ein netter Song, neben dem ganzen anderen Schrott aber leider komplett chancenlos. Die Schweizer haben sich auf „Trux Reverb“ schlicht in ihrem eigenen Anspruch verloren. Die grenzenlos uninspirierte Möchtegern-Coolness von „The Cabin“ ist dafür symptomatisch: ein Holper-Beat, mächtige Zerre, etwas Schweiß, fertig scheint der geile Hyper-Track für die eingeschworene Noise-Gemeinschaft. Aber so einfach ist das dann offensichtlich doch nicht. Dieses Album klingt als Ganzes so leer, dass es fast schon wieder eine Kunst ist. Aber nur fast.

Anspieltipp:

  • Sands Inn

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