Bloodbound - Unholy Cross - Cover
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Bloodbound Unholy Cross


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Und wieder Schweden! Bei Bloodbound handelt es sich jedoch nicht um einen weiteren Vertreter der extremeren Spielarten des Metal oder einen hoffnungsvollen Pop/Rock-Export, sondern um hymnischen Power Metal, der seine Positionierung in der Unterhaltungsbranche mehr als ernst nimmt. Drei Alben haben Bloodbound schon auf dem Buckel und mit der Veröffentlichung von „Unholy cross“ steuert man trotz des sich pausenlos drehendem Personalkarussells frohen Mutes auf das zehnjärige Jubiläum hin, welches mit viel Zuversicht sogar in der Besetzung des vorliegenden Tonträgers (Patrik Johansson (Gesang), Tomas und Henrik Olsson (Gitarre), Anders Broman (Bass), Fredrik Bergh (Keyboard) und Pelle Akerlind am Schlagzeug) vonstatten gehen könnte.

Noch ist es aber nicht so weit und „Unholy cross“ muss sich erstmal der Kritik stellen. Im Vergleich zum vor allem wuchtigen Debüt „Nosferatu“ (11/2005) haben die sechs Schweden allerdings wenig anzubieten. Der weder besonders technische, noch experimentelle Power Metal von Bloodbound versteift sich auf stadionerprobte Singalong-Hymnen, die schon beim Opener „Moria“ („Bang your head to hell and back / Shaking the world of Moria“) und dem tiefer gelegten Anschluss „Drop the bomb“ unmissverständlich nach außen gekehrt werden und die Eindimensionalität von „Unholy cross“ offen legen. Zum Ausgleich dürfen balladeske Gegengewichte natürlich nicht fehlen („The ones we left behind“, „Brothers of war“) und fertig ist die 0815-Vollbedienung für den Durchschnitts-Headbanger.

Mit „Reflections of evil“ gibt es zwar einen im Chorus an Dragonforce erinnernden Melodieverlauf, „The dark side of life“ bedient sich einer moderneren Spielweise, „In for the kill“ fördert wie auch der eine oder andere Song auf „Unholy cross“ eine paar feine Gustostückerl an der Gitarre zu Tage und „In the dead of night“ hobelt in zackiger Manier am Reißbrett herum und kann so noch einige Pluspunkte einfahren, alles in allem haben Bloodbound mit ihrem vierten Album jedoch alles andere als ein überzeugendes Machwerk abgeliefert. Da ist es dann auch nicht gerade förderlich, wenn Sänger Johansson keinerlei Akzente setzen kann und recht gleichförmig seinen Text beisteuert. Anspruchsvolle Hörer sollten sich ihren Power Metal-Kick jedenfalls besser woanders holen!

Anspieltipps:

  • In For The Kill
  • In The Dead Of Night
  • The Ones We Left Behind

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