DeWolff - Orchards/Lupine - Cover
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DeWolff Orchards/Lupine


  • Label: RE Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das blutjunge Nachwuchs-Space-Rock-Trio namens DeWolff stammt aus dem Süden der Niederlande, wo es sich im Jahr 2007 formierte und bereits eine EP („DeWolff“, 2008) und ein Album („Strange Fruits And Undiscovered Plants“, 2009) auf den Markt brachte. U.a. durch einen Auftritt auf dem legendären Pinkpop Festival und einem Konzert im Zuge der deutschen TV-Show „Rockpalast“ festigte sich der Ruf der Holländer als Rockband, die dem Sound der 60 Jahre besonders zugetan ist und ihren Vorbildern wie The Doors, Led Zeppelin und T. Rex sehr passabel nacheifert.

Mit „Orchards/Lupine” wird nun auch hierzulande das neue Album des Trios vorgelegt, das in den heimischen Charts nur knapp die Top 10 verfehlt hat (Platz 11). Dennoch ist diese hohe Platzierung äußerst ungewöhnlich, denn mit Musik für die Hitparade kann man DeWolff noch nicht einmal ansatzweise in Verbindung bringen. Die Holländer haben sich aus dem Oeuvre ihrer oben genannten Vorbilder nämlich nicht die Charts-affine Seite herausgepickt, sondern betonen besonders die psychedelische Komponente in ihrem Songwriting. Das ist mutig und interessant zugleich.

Doch Pablo (Texte, Gesang, Gitarre) und Luka (Drums) van de Poel sowie Robin Piso (Orgel, Bass) verstehen es auch in die Classic-Rock-Kerbe (mit Betonung auf Rock) zu hauen und dabei energische Grooves in Verbindung mit schmutzigen Hammond-Orgel-Klängen und sägenden Gitarrenriffs auf den Hörer abzufeuern („Pick your bones out of the water“, „Seashell woman“). Damit streifen die Holländer auf der Zeitachse auch noch die frühen Deep Purple, was die gelungene Vorstellung auf „Orchards/Lupine” zur Vollendung kommen lässt.

DeWolff lassen die Zeit stillstehend und liefern ein ungewöhnliches Album ab, das direkt aus den 60er Jahren zu stammen scheint. Auf sogenannte Hits verzichten die drei Holländer dabei vollständig, sodass sich der Hörer ganz auf den Fluss der psychedelisch angehauchten Songs konzentrieren kann.

Anspieltipps:

  • The pistol
  • Seashell woman
  • Love in C minor
  • Everything everywhere

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