Illdisposed - There Is Light (But It´s Not For Me) - Cover
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Illdisposed There Is Light (But It´s Not For Me)


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Höhepunkte auszumachen fällt inmitten der oft monotonen Darbietung schwer.

Mit der Veröffentlichung ihres zehnten Studioalbums „There Is Light (But It´s Not For Me)“ haben Illdisposed offziell ihr 20jähriges Bestehen besiegelt und obwohl von der Gründung 1991 nur mehr Bo Summer alias Subwoofer (Growls) übrig ist, scheinen die Dänen kein bisschen müde. Die Fans dürften das ebenfalls begrüßen, immerhin schlug der Vorgänger „To Those Who Walk Behind Us“ (08/2009) im Heimatland von Summer, Jakob Batten (Gitare), Franz Hellboss (Gitarre), Jonas Kloge (Bass) und Thomas Jensen (Schlagzeug) auf Platz 32 ein und stellte somit die höchste Platzierung eines Illdisposed-Albums seit Mr. Subwoofer seine tiefen Grunzlaute für die Todesbleitruppe in ein Mikrophon röchelte.

„There Is Light (But It´s Not For Me)” hat daher eine große Bürde zu tragen, denn schließlich gilt es nicht nur den Charterfolg von „To Those Who Walk Behind Us“ zu toppen, sondern auch ein Jubiläumsalbum hinzuknallen, das sich nur so gewaschen hat. Ob ersteres klappen wird, kann noch nicht mit Genauigkeit gesagt werden, letzteres ist jedoch mit einigen wenigen Ausnahmen in die Hose gegangen. Ein groovendes Fundament ist man von den Dänen ja schon länger gewohnt und auch die knüppelharten Midtempoexkurse zwischen MeloDeath, Industrial-Fragmenten, Synthesizer-Samples und schnurgerade in die Fresse schlagendem Death Metal sind bekannt, doch wieso Illdisposed dieses Schema nicht wie sonst sinnvoll variieren, sondern nur stur herunterbeten, bleiben sie dem Hörer dieses Mal schuldig.

Höhepunkte auszumachen fällt inmitten der oft monotonen Darbietung schwer und selbst nach mehreren Umdrehungen hat sich keiner der zehn, standardmäßig auf „There Is Light (But It´s Not For Me)“ enthaltenen Tracks („Alone“ ist ein Bonustrack der Digipack-Edition) ins Gedächtnis eingespeichert. Gerade einmal „Our words betrayed“ offenbart kluges Songwriting und setzt nervöses Synthie-Geplucker geschickt ein, während „Step into my winter“ auf das Gaspedal drückt und genau wie das anschließende, aus den Lautsprechern stampfende „Rape“ die erhoffte Abwechslung bietet, die auf dem zehnten Longplayer der Dänen öfter vonnöten gewesen wäre um das Machwerk aus den Fängen des Durchschnitts zu befreien. Ein gelungenes Dankeschön an die Fans hört sich jedenfalls anders an.

Anspieltipps:

  • Rape
  • Step Into My Winter
  • Our Words Betrayed

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