Suidakra - Book Of Dowth - Cover
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Suidakra Book Of Dowth


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Allein das Konzept zu „Book of Dowth“, dem mittlerweile zehnten Studioalbum der Monheimer Suidakra, in all seinen Einzelheiten zu erläutern, würde den Rahmen einer herkömmlichen Kritik sprengen, daher lassen wir das lieber kurzerhand die Band übernehmen: „Inspired by the darker side of Celtic lore, the concept of „Book of Dowth“ chronicles the mythology of a mysterius race of demonic beings known as the „Fomor“. Starting with the discovery of an ancient book at the excavation of Dowth (a Neolithic passage tomb in the Boyne Valley, Ireland), it unveils the yet untold story of the rise and fall of the Fomorian horde throughout history and far, far beyond...” - Alles klar? Dann weiter im Text!

Nachdem der Vorgänger „Crogacht“ (02/2009) vielerorts als DAS Meisterwerk von Suidakra gehandelt wurde, war es logisch, das uns Arkadius Antonik (Gesang, Gitarre, Keyboard), Marcus Riewaldt (Bass) und Lars Wehner (Schlagzeug) nicht einen Schwank über die regionale Frittenbude erzählen, sondern erneut eine epische Geschichte aus dem keltischen Bereich präsentieren. Standesgemäß gehört dazu ein fulminantes, diesmal von einem Dudelsack getragenes Intro („Over nine waves“) mit anschließendem bitterbösen Ausbruch („Dowth 2059“), der erst nach einem weiteren Ritt auf der Raubsau („Battle-Cairns“) von einer Frauenstimme besänftigt werden kann („Birog´s oath“).

Diese elektrisierende Stimmung wird sogleich zu einem weiteren Folk-Intermezzo ausgebaut („Mag Mell“), dessen kammerspielartiger Aspekt umgehend von „The dark mound“ in den Boden gestampft wird, nur um danach eins mit dem Vorschlaghammer über die Rübe zu bekommen („Balor“). Weniger ungestüm, dafür in bester Turisas-Schlachtoptik gestaltet sich „Stone of the seven suns“, während „Fury Fomoraigh“ anfänglich durch seinen derben Charme unzugänglich wirkt, jedoch nach und nach an epischer Strahlkraft zunimmt, was das instrumentale Schlusslicht „Otherworlds collide“ mit Zurückhaltung und zauberhaften Klängen kontert.

„Book Of Dowth“ mit „Crogacht“ auf eine Stufe zu stellen, wäre zwar vermessen, allerdings wäre der zehnte Longplayer der Monheimer ohne seinen Vorgänger aufgrund der dichten Inszenierung und dem ähnlich starken Songwriting wohl kaum vorstellbar. Neue Ideen bleiben uns Suidakra schuldig, dafür bekommen wir ein vom Anfang bis zum Ende schlüssiges Melodic Death Metal-Oeuvre mit authentischer Folk-Instrumentierung geboten, von dessen Niveau viele, ähnlich gelagerte Genre-Hampelmänner nur zu träumen wagen.

Anspieltipps:

  • Balor
  • Dowth 2059
  • Birog´s Oath
  • Stone Of The Seven Suns

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