Wizard - ...Of Wariwulfs And Bluotvarwes - Cover
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Wizard ...Of Wariwulfs And Bluotvarwes


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
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Ein denkbar schlechteres Geschenk konnten Wizard ihren treuen Fans mit „Thor“ (01/2009) nach 20 Jahren Bandgeschichte eigentlich nicht machen. Sven D´Anna (Gesang), Dano Boland (Gitarre), Michael Maass (Gitarre), Volker Leson (Bass) und Sören van Heek (Schlagzeug) holzten zwar durch elf herrliche True Metal-Songs, die vor allem wegen ihrer Mixtur aus Thrash, Power und Heavy Metal, sowie dem Einsatz von zwei Äxten für ordentlich Holz vor der Hütte sorgten, doch einfallslose, sich ständig wiederholende Textpassagen und die redundante Verwendung der Worte „mighty“, „hammer“, „guard“, „Asgard“ oder „thunder“ verhinderten jeglichen Hörgenuss.

Zwei Jahre später soll „...Of Wariwulfs and Bluotvarwes“, ein „Konzeptalbum basierend auf der Trilogie um Hagen von Stein vom Wuppertaler Fantasy-Autor Andre Wiesler“, die schwache Vorstellung des Vorgängers wieder kitten. Das funktioniert über weite Strecken besonders bei den Texten, die gemeinsam mit Autor Wiesler erarbeitet wurden, ausgesprochen gut, allerdings hätten Fans nach einer Bruchlandung wie „Thor“ wahrscheinlich auch mit einem Konzeptwerk über Nudelgerichte leben können. Somit befinden sich Wizard glücklicherweise wieder auf dem richtigen Weg und können sich bereits ein sinnvolles Thema für ihr 30jähriges Jubiläum überlegen.

Bis es soweit ist, vertreibt sich der Fan der deutschen Manowar die Zeit mit epischem Speed Metal („...Of wariwulfs and bluotvarwes“, „Hagen von Stein“), krachigen Heavy Metal-Exponaten („Undead insanity“, „Sign of the cross“, „Bletzer“), flotten Powerriffs („Wariwulf“, „Hagr“), schleppenden Kompositionen („Hearteater“) oder übt während den hymnischen Klängen von „Messenger of death“ fleißig an der Luftgitarre. Mit einer allzu aggressiven Darbietung D´Annas in „Taste of fear“ und dem wenig beeindruckenden Midtempo-Track „Fair maiden mine“ schleichen sich zwei Skip-Kandidaten ein, die durchaus positive Tendenz von „...Of wariwulfs and bluotvarwes“ können diese Schwachstellen jedoch nicht trüben. „Thor“ ist damit nicht gänzlich vom Tisch, wir lassen uns bei gleichbleibendem Aufwärtstrend beim nächsten Album aber gerne eines Besseren belehren!

Anspieltipps:

  • Hagr
  • Wariwulf
  • Messenger Of Death

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