Alela Diane - Alela Diane & Wild Divine - Cover
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Alela Diane Alela Diane & Wild Divine


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Alela Diane & Wild Divine“ ist das Zeugnis einer Entwicklung hin zu kompakteren, griffigeren Strukturen.

In der Info der Plattenfirma wird nicht nur augenzwinkernd darauf hingewiesen, dass man die amerikanische Sängerin/Songschreiberin Alela Diane guten Gewissens als „Stubenhocker“ bezeichnen kann. Wer das erste über ein Label veröffentlichte Album „The Pirate's Gospel“ (2006) mit seiner Mystik und traumwandlerischen Folk-Errungenschaften kennt, kann sich Alela Diane bildlich in ihrem alten viktorianischen Haus in Portland vorstellen, nur die Katze und mitunter trübe Gedanken als Gesellschaft. Doch ihre Einflüsse schöpft sie ebenso aus mannigfaltigen Reisen, trägt ihre musikalische Vision hinaus in die Welt und dockt nun „To Be Still“ (2009) folgend mit ihrer neuen, festen Begleitband The Wild Divine im typisch amerikanischen Country-Sound an.

„Alela Diane & Wild Divine“ ist das Zeugnis einer Entwicklung hin zu kompakteren, griffigeren Strukturen, welche ein wenig die Zerrissenheit des bisherigen Schaffens vermissen lassen. Schlüssig und countryesk mundend ist es bei solchen großartigen Arrangements jedoch ohnehin. „Of Many Colors“ tummelt sich so wunderbar zwischen Gospel und Uptempo-Country, lässt markante Gitarren an der Oberfläche schimmern, denen das so nüchtern rumpelnde Schlagzeug Nachdruck verleiht und nicht zuletzt Alelas Stimme galant funkelt. Beschwörend kommt der lässige Blues in „Heartless Highway“ zum Zuge, genial sind die Rhythmus-Spielereien (nicht nur) bei „White Horse“, das gar an bissig verschmitzte Großtaten von PJ Harvey erinnert.

Immer wieder zeichnen Steel-Gitarre, vorsichtige Tasteninstrumente und eine nachhallende Rhythmusarbeit schemenhafte Klänge aus dem weiten Fundus von Country-Musik, sind so eingängig wie detailliert und beim ersten Hördurchgang noch lange nicht vollends greifbar. Äußerst geschickt erblicken nach und nach Details das Licht des Tages einer Alela Diane, die schon allein mit ihrer glockenhellen Stimme Herzen zum Schmelzen bringt, instrumental nun aber nochmals einen drauf setzt, The Wild Divine sei Dank. „D-E-S-I-R-E... can you hear it calling?“

Anspieltipps:

  • Suzanne
  • Of Many Colors
  • White Horse
  • Rising Greatness

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