Natalia Kills - Perfectionist - Cover
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Natalia Kills Perfectionist


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die gesamte Plattenindustrie ist auf der Suche nach der neuen Lady Gaga (25). Kein Wunder, bei mehr als 66 Millionen verkauften Alben, Singles und Downloads. Trotzdem sollte die extrovertierte Sängerin mit ihrem zweiten Album (erscheint im Mai 2011) erst einmal beweisen, dass ihr Erfolg mehr als drei Sommer am Stück anhält. Zwar ist der Titeltrack zu ihrem zweiten Longplayer „Born This Way“ als Single schon wieder sehr erfolgreich, doch es darf auch nicht verhehlt werden, dass die 25-Jährige mit dem Song um die fragwürdige Auszeichnung des dreistesten Madonna-Plagiats des Jahrzehnts buhlt.

Währenddessen tobt die Balgerei um die Plätze in der Lady-Gaga-Sonne, in die jetzt auch die in England geborene Natalia Kills (alias Natalia Keery-Fisher) einsteigt und sich dabei optisch wie musikalisch genau zwischen Rihanna und Lady Gaga platziert. Das heißt, dass der Hörer auf „Perfectionist“ 14 Songs serviert bekommt, die im derzeit so angesagten Electro/Pop/R&B-Segment angesiedelt sind und vor schwülstiger Erotik keinen Halt machen. Ein bisschen nach Holzhammermethode riecht das schon. Wenn dann auch noch Lady-Gaga-Produzent Martin „Cherry Cherry Boom Boom“ Kierszenbaum seine Finger im Spiel hat, passieren Dinge wie bei der Singleauskopplung „Mirrors“ oder dem Song „Superficial“, die exakt wie Gaga-Exponate klingen.

An Zufälle sollte man deshalb besser nicht glauben. Auch nicht, wenn weitere Studio-Cracks wie Allzweckwaffe Akon (Keri Hilson, Michael Jackson, Eminem, David Guetta) sowie Fernando Garibay (U2, Snoop Dogg, Britney Spears), Jeff Bhasker (Kanye West, Jay-Z, Alicia Keys) und Ron „Neff-U“ Feemster (Dr. Dre, Michael Jackson) gemeinsam an einem Album werkeln. Dann ist der Weg vorbestimmt und frei von Überraschungen. Entsprechend abgeklärt und routiniert klingt das Debütwerk von Natalia Kills – ohne Sensationen und offenkundig berührende Lieder.

Klar, drei, vier Hits fallen dabei dennoch ab. Es sind ja keine Taubstummen gemeinsam im Studio gewesen. Doch man wünscht sich als Hörer mehr als nur kühle Routine und den Abklatsch eines Popstars, der in Sachen Nachhaltigkeit noch keine dauerhaften Beweise vorgelegt hat.

Anspieltipps:

  • Mirrors
  • Heaven
  • If I was god
  • Break you hard

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