Moon Duo - Mazes - Cover
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Moon Duo Mazes


  • Label: Souterrain Transmissions
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Man braucht nicht viele Einordnungskriterien für das Debüt von Moon Duo.

Für Yuri Gagarin. Es wabbert, dröhnt und fuzzt auch in diesem Projekt des kalifornischen Gitarristen Erik Johnson, der mit seiner Hauptband Wooden Shjps psychedelische Rockwelten erkundet. Doch Moon Duo kommen um einiges berauschter und im Rockmusiksinne spaciger daher.

Zusammen mit Sängerin und Keyborderin Sanae Yamada debütierte das Moon Duo bereits mit zwei interessanten EP’s, nun folgt ein etwas songorientiertes, höchst Gelungenes Psychedelic-Rock-Album-Debüt. Auch wenn San Fransisco der Heimathafen für Johnson, Yamada und ihren Drumcomputer ist, die weiten unendlich ewigen und gleichen Welten des Alls sind ihr Zuhause. Wenn der Beat sich etabliert hat und die Akkorde zur Entfaltung gekommen sind ändert sich bis auf Spielereien nicht mehr viel, um nicht zu sagen gar nichts mehr. Und trotz dieser Eintönigkeit bleibt „Mazes“ spannend bis zum Schluss, beschleicht einen bei den ersten Durchläufen das Gefühl einen 44-minütigen Song gehört zu haben und erschließen sich nach und nach differente Reiche der abgefahrenen Eintönigkeit innerhalb dieses psychedelischen Kosmos der Gleichheit.

Langgezogene Gitarrenpassagen und ein dezent eingesetztes, auf dreckig und alt getrimmtes Drumcomputing mit gewürzartig eingesetzten Bass- oder Keyboardläufen bestimmen das gesamte Album, indem es schwer fällt Einzelnes herauszunehmen. „Mazes“ funktioniert auf jeden Fall als geschlossenes Werk am Besten. Dennoch haben das geradezu melodiöse „When You Cut“, das die Reiserakete startende „Seer“, das in Gitarrensoliwelten sich verlierende „Fallout“, das rhythmus- und keyboardlastige „Scars“ und der treibende songorientierte Closer „Goners“ hervorhebenden Erwähnungscharakter.

Man braucht nicht viele Einordnungskriterien für das Debüt von Moon Duo: entspannt, stoisch und eintönig geht es seinen Weg auf eine Reise, in der man in fuzzzende, wabernde, dröhnende und berauschte Welten eindringt, die das Spannende an dieser Unternehmung darstellen. Und für das betreffende Genre vielleicht das dickste Lob: Nicht allein unter Drogen ein Genuss.

Anspieltipps:

  • When You Cut
  • Seer
  • Fallout
  • Scars
  • Goners

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