The Atomic Bitchwax - The Local Fuzz - Cover
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The Atomic Bitchwax The Local Fuzz


  • Label: Teepee Records/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Und wieder versucht sich eine progressive Stoner-Rockband daran sich mit Größen wie „Cassandra Gemini“ von The Mars Volta zu messen. Der Herausforderer heißt The Atomic Bitchwax und bringt doch tatsächlich ein Album mit nur einem einzigen Track heraus. Eigentlich ist die Parallele zu The Mars Volta auch nicht gerechtfertigt, aber man kann nicht oft genug an das halbstündige Monster der Prog-Rocker aus Texas erinnern. The Atomic Bitchwax sind eher mit Queens Of The Stoneage und Wolfmother zu vergleichen. Nur dass hier auf Gesang verzichtet wird und in einem einzigen Track ein Lied in gefühlten fünf bis zehn Varianten gespielt wird. Tortur oder Wohltat?

Es ist nur ein Track und auch wenn Hardcorefans das Schreien bekommen werden, ist das Thema auch recht schnell abzuhandeln. „The Local Fuzz“ ist Stoner-Rock. Das ist nicht nur eine Feststellung, sondern gleichzeitig ein Prädikat. Nur selten wird man die Zeit und Muße finden, sich den ganzen Track anzuhören, aber wer sich sowieso gerne überlanger Musik bei egal was für Aktivitäten hingibt, der wird von dieser Ein-Lied-Platte alles, aber nicht enttäuscht sein. Wild rockend, gediegen rhythmisch oder jazzig abgedreht, es ist einfach alles da. Eine feste Reihenfolge gibt es nicht und Wiederholungen gibt es zur Genüge. Der Song prescht stets voran, ohne festzulegen, ob er nicht gerade im Kreis rennt. Das wird einige Hörer in den Wahnsinn treiben, wohingegen andere feiern werden, dass es bald wieder psychedelisch, dann schon wieder Hard und daraufhin schon wieder jazzig wird, nur um wieder von vorne und in anderer Reihenfolge zu starten.

The Atomic Bitchwax schlagen der Masse mitten ins Gesicht, indem sie dem Hörer offiziell keine Wahl lassen, als sich immer wieder den kompletten Brocken anzutun. Keine Tracklist, keine Möglichkeiten seine Vorlieben auszuloten. Das ist Stoner-Rock ohne Kompromisse. Wessen Hirn nach 42 Minuten voller aufregender Riffs immer noch mehr will, der scheint wirklich abgehärtet zu sein, denn auch wenn es sich um eine der angenehmen Sorte handelt, ist diese CD eben immer noch eine Tour de Force. Anschnallen und dann geht es weiter, weiter und noch ein Stückchen weiter, bis es nicht mehr geht, nur um noch einen Zahn zuzulegen. Wehe dem, der aus Versehen Repeat gedrückt hat!

Anspieltipps:

  • The Local Fuzz

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