Black Torro - Black Torro - Cover
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Black Torro Black Torro


  • Label: Abandon/New Music Distribution
  • Laufzeit: 43 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Black Torro hat es Abandon Records mal wieder geschafft einer völlig variationslosen, geistig Mitte / Ende der Neunziger stehen gebliebenen Dicke-Hose-Band das Debütalbum zu ermöglichen. Und wo das Presseinfo schon A Perfect Circle als Vergleich heranzieht: Die Songs der Hamburger haben höchstens mal am Kot von Maynard James Keenan geschnüffelt, mehr aber auch nicht. Trotz hanseatischer Herkunft sehr, sehr dörflich.

Wenn dein bester Freund mit fünfzehn in einer Band wie Black Torro gespielt hat, dann hast du bestimmt einige denkwürdige Konzertmomente im örtlichen Jugendzentrum erlebt. Du erinnerst dich an den ersten Suff, hast dich vielleicht in jugendlichem Übermut dem Stagediving hingegeben. Eine goldene Zeit. 2011 hingegen sind weltschmerzende „Alternative“-Rock-Songs samt Polterdrums, großflächigen Gitarrenwänden und überambitionierten Frontsau-Vocals nicht mehr wirklich cool. Haarstäubenden Klischee-Zeilen wie „Look in the mirror, are you sickened by what you see?“ („Childhood Memories“) rollen zudem zuverlässig jeden Zehnagel einzeln auf.

Gerechterweise sei an dieser Stelle wenigstens die handwerklich professionelle Machart des Albums erwähnt. Die Songs sind in der Tat einigermaßen druckvoll produziert worden – aber was heißt das schon? Bands wie Black Torro verursachen bei Menschen mit einem Minimum an Geschmack heutzutage ganz einfach nur noch Fremdscham. Und das ist nicht schön!

Anspieltipps:

  • Mistakes

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