Saxon - Call To Arms - Cover
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Saxon Call To Arms


  • Label: Militia Guard Music/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Holt die Lederjacken raus, putzt die heißen Öfen in der Garage und legt die CD ein... Moment! Haben Motorräder überhaupt CD-Spieler? Egal, es gibt inzwischen schließlich die Möglichkeit über tragbare Player Musik zu hören. Mit der Polizei sollte der Stecker im Ohr aber vorher noch einmal abgesprochen werden. Warum eigentlich die ganze Aufregung? Saxon sind mal wieder zurück! Nach 35 Jahren sind die Briten noch immer nicht müde und die entsprechenden Verkaufszahlen rechtfertigen das neue Album „Call To Arms“.

Es gibt sie also immer noch. Menschen, die dem Heavy Metal der 80er hinterher trauern und in der Mischung aus epischen Gitarrenwänden und mitsingbaren Refrains ihr Glück finden. AC/DC und Metallica zeigen, wie man als Dinosaurier unter all den Frischlingen der Musikszene bestehen kann, wobei man im Fall von AC/DC der alteingesessenen Fanbasis danken muss. Die Band hat sich seit 30 Jahren nicht entwickelt und nährt sich von alten Hörern, die auch heute noch ihre gealterten Helden sehen und hören möchten. Saxon kann und muss sich den gleichen Vorwurf gefallen lassen.

Von der ersten Minute des Albums bieten die Altrocker aus England Musik, die man so schon vor über 20 Jahren im Radio hören konnte. Die Entwicklung seitdem steht so ziemlich genau bei Null. Überraschend ist das selbstverständlich nicht, wenn man sich die Outputs der letzten Jahre ansieht. „Hammer Of The Gods“, „Chasing The Bullet“ oder „When Doomsday Comes (Hybrid Theory)“: Es scheint egal, welches Lied auf dem Album angewählt wird, da letztlich doch ein typischer Heavy-Metal-Song auf den Hörer wartet. Alles klingt, als würde die Band den letzten Tag in romantisch aggressiver Art ankündigen wollen. Heftige Gitarrensoli reichen Keyboard-Sounds und dem einfachen Schlagzeug, sowie dem tiefen Bass die Hand und fertig sind sehr homogene Klanglandschaften, die allesamt den Punkt treffen, aber auch nichts Neues bieten.

Saxon haben nichts von ihrer bekannten Härte verlernt. Die Metaller schaffen zehn neue Songs, die ausnahmslos funktionieren und keine großartigen Längen zulassen. Melodien und Riffs für die Ewigkeit oder zumindest bis zum Ende des Jahres sucht man allerdings vergebens. „Call To Arms“ lässt sich hören, ohne dass es sauer aufstößt und ist keine schlechte Wahl, wenn dem Hörer nach Hard Rock der alten Schule ist. Bis auf das synthetische „Call To Arms (Orchestral Version)“, das den Zusatz orchestral in keiner Weise verdient hat, ist qualitativer Spaß garantiert, der allerdings eher Lust auf die ganz großen Momente des Genres macht, als das Album ein zweites Mal zu hören.

Anspieltipps:

  • Hammer Of The Gods
  • When Doomsday Comes (Hybrid Theory)
  • Afterburner

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