Yael Naim - She Was A Boy - Cover
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Yael Naim She Was A Boy


  • Label: Tot Ou Tard/Rough Trade
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Sängerin und Komponistin Yael Naim hat nach ihrem viel verkauften und hochgelobten Debütalbum nun ihr zweites Werk zusammen mit ihrem Partner David Donatien aufgenommen. In ihrem Pariser Studio, eigentlich ihre Wohnung, die zum Studio ausgebaut wurde, feilten sie über zwei Jahre lang an den Songs zur schwierigen zweiten CD. Mit viel Liebe zum musikalischen Detail, einer Vielfalt an Instrumenten, die die beiden Musiker fast alle selbst bedienen und mithilfe einiger Mitmusiker an Bass, Keyboard oder Cello legen sie dreizehn Songs vor, denen ein melancholischer wie frühlingshafter Zauber innewohnt.

Die Sängerin und Songwriterin wuchs in in der Nähe von Tel Aviv auf, lebt nun in Frankreich und vereint die Weltmusik mit Folk, Pop, Jazz und Blues. Auch indische Klänge, man höre „Man of another woman“, mischt sie in ihre Klangwelt ein und das macht den Reiz aus: Ihre sanfte hohe Stimme schwebt über allem und die vielen fremdartigen Töne wollen entdeckt werden. Diesmal singt sie alles in englischer Sprache, beim Debüt war es teilweise noch hebräisch, und auch der nette französische Akzent gehört zu Yael Naim einfach dazu.

Ihr größter Erfolg war die Single„New Soul“, das die große Firma Apple zu Werbezwecken nutzte und ihr so zu einer weltweiten Popularität verhalf. Doch Yael Naim darauf zu reduzieren, wäre fahrlässig. Ihre Kompositionen sind vielschichtiger und voller Melancholie, da bleibt normalerweise wenig Chartfutter übrig. „Come home“, der Starter, schwelgt Naim in fröhlichen jazzigen Klängen, die ihre Stimme sanft vorantreibt. Dann folgt mit „My dreams“ ein reduziertes Stück, welches vorrangig mithilfe des Pianos und der Stimme punktet und berührt. „Go to the river“ bringt wieder Schwung in die Bude und gefällt mit positiver Energie. Geschickt wechselt die Naim zwischen sehr reduzierten Tracks und elanvollen Songs, so dass keine Langeweile aufkommt.

Yael Naim erinnert vielleicht an wenig an Norah Jonesmit heller Stimme oder an die frühe Nelly Furtado, als sie noch authentisch war, wenn man unbedingt eine Kategorie finden möchte, allerdings zieht die 33jährige ihren eigenen Stil durch und begeistert damit durchaus. Die ideale Musik für melancholische und erholsame Stunden und trotzdem recht radiotauglich scheint die richtige Bewertung ihrer Musik zu sein.

Anspieltipps:

  • Come Home
  • Go To The River
  • My dreams
  • Stupid Goal

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