Rockwohl Degowski - Ruhrpott-Köter - Cover
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Rockwohl Degowski Ruhrpott-Köter


  • Label: Hulk Räckords/EDEL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band Rockwohl Degowski wurde im Jahr 2007 im westfälischen Gladbeck gegründet, einem Ort, der in erster Linie durch das „Gladbecker Geiseldrama“ im Sommer des Jahres 1988 bekannt ist, als die beiden Bankräuber Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner auf der Flucht vor der Polizei mehrere Geiseln nahmen, von denen zwei ums Leben kamen. Diese fragwürdige Berühmtheit übernahmen René Schiering (Gitarre, Gesang), Jürgen Uebing (Bas, Gesang), Julia Fritsch (Keyboard, Gesang) und Fratz Thum (Drums, Gesang) in ihren Bandnamen auf. Klappern gehört eben zum Handwerk.

Musikalisch bieten Rockwohl Degowski auf ihrem Debütalbum „Ruhrpott-Köter“ räudigen Straßenpunkrock, der allerdings nicht zu bollerig daherkommt und auch nicht wie in irgendeinem Kellerloch aufgenommen klingt. Das liegt daran, dass die Musiker, die alle jenseits der 30 sind, einiges an Erfahrung mitbringen (sie spielten z.B. in den Bands Bash! und Use To Abuse) und mit Guido Lukas (Blackmail, Harmful, Donots, Scumbucket) keinen Unbekannten als Toningenieur bei den Aufnahmen dabei hatten.

Inhaltlich präsentieren die vier Ruhrpottler eine klassische Punkrock Themenmelange aus Politik, Religion, Saufen, Sex, Frauen und Drogen, die aber nicht in platte Slogans gepresst wird, sondern durchaus Gehalt hat. Sensationell oder über Gebühr mitreißend wie zum Beispiel die frühen Werke der Terrorgruppe oder The Bottrops sind die Stücke der Gladbecker allerdings nicht. Somit geht „Ruhrpott-Köter“ als guter Durchschnitt durch, an dem für die Zukunft noch etwas gefeilt werden muss.

Anspieltipps:

  • Nein-Sager
  • Depressionen
  • Ruhrpott-Köter
  • Rock und Stiefel

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