Midnattsol - The Metamorphosis Melody - Cover
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Midnattsol The Metamorphosis Melody


  • Label: Napalm Records/EDEL
  • Laufzeit: 56 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Symphonic Metal, die Dritte. Mit Krypterias Wiederauferstehungsversuch „All Beauty Must Die“, Leaves´ Eyes gelungener Best Of-Veröffentlichung „Meredead“ und nun Midnattsols drittem Longplayer „The Metamorphosis Melody“ ist der 22. April im Bezug auf mit weiblicher Frontsängerin ausgestatteten Longplayern alles andere als unterbesetzt. Einziges Problem an diesem stilistischen Überfluss ist die Qual der Wahl für den geneigten Hörer, der sich (ohne Rücksicht auf die Qualität der Alben nehmend) zwischen ziemlich hart (Krypteria), hart (Midnattsol) und einer Mischung aus beidem (Leaves´ Eyes) entscheiden muss.

Zieht man allerdings das Gesamtpaket in Betracht, dann dürfte das Rennen wohl die Truppe rund um Liv Kristine für sich entscheiden, denn abgesehen von einigen Schwächen im Songwriting, verzaubert der Symphonic Metal des Quintetts den Hörer mit Abstand am besten. Dabei gibt sich die kleine Schwester von Madame Kristine, Carmen Elise Espenaes, alle Mühe um gegen die schwachen Songkonstrukte und die ermüdende Gleichförmigkeit von „The Metamorphosis Melody“ anzusingen. Blöd ist nur, dass die Sängerin am Mikrophon ebenfalls nicht unbedingt die beste Figur macht und so der eine oder andere Durchhänger auf ihr Konto geht. Von dem im Pressetext beworbenen „Stimmwunder“ fehlt jedenfalls jede Spur.

Was der dritten Veröffentlichung aus dem Hause Midnattsol aber am häufigsten das Genick bricht, ist der unablässige Versuch eine nach allen Regeln der Kunst epische Platte auf die Beine zu stellen, was sich zudem unmissverständlich in der durchschnittlichen Länge eines Tracks von 5 Minuten bemerkbar macht. Leider wissen Miss Espenaes und ihre Bandmitglieder Alex Kautz (Gitarre), Daniel Froste (Gitarre), Birgit Öllbrunner (Bass), Daniel Fischer (Keyboard) und Christopher Merzinsky (Schlagzeug) diesen Raum nämlich nicht sinnvoll zu füllen und verlieren sich meist in überbordend langen Nummern, die ohne Punkt und Komma den Geduldsfaden des Hörers strapazieren.

Da helfen dann gelegentliche Folkmelodien und einige ordentliche Solopassagen recht wenig, wenn jeder Track nach knapp zwei Minuten in Endlosschleife erklingt und das Ganze auf Albumlänge ausgedehnt wird. Nach einem schwachen Album wie „The Metamorphosis Melody“ haben Midnattsol auf jeden Fall noch viel vor sich, wenn sie eines Tages in die erste Liga des Genres aufsteigen wollen. Vielleicht gibt es demnächst ja ein paar Tipps vom Schwesterherz?

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