Brent Amaker & The Rodeo - Please Stand By - Cover
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Brent Amaker & The Rodeo Please Stand By


  • Label: Kastellamedia/SOULFOOD
  • Laufzeit: 31 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
3.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Country hat in Deutschland seit jeher einen schweren Stand. Waren hierzulande in den 70/80ern Truck Stop, Gunter Gabriel und Tom Astor das Nonplusultra, wurde es lange still und heute sind gerade mal The BossHoss noch einigermaßen bekannt, auch wenn diese den Country nur als Mittel zum Zweck für Coverversionen nutzen. Ganz anders sieht dies im Mutterland des Country aus, den USA. Eine lange Liste an Bands und Musikern ist weltbekannt. Neben den derzeit angesagten Lady Antebellum hat in Deutschland natürlich Johnny Cash den höchsten Bekanntheitsgrad.

Brent Amaker, der mit seiner Band nun den Silberling „Please stand by“ in Deutschland via Kastellamedia herausbringt, klingt fast wie Johnny Cash, aber eben nur fast. Ansonsten spielen Brent Amaker & The Rodeo modernen Country mit einer Prise Rock´n´Roll, der trotz schwarzhumoriger Texte streckenweise für gute Laune sorgt. Zu Beginn, nach einem Bluegrass-Intro, wartet mit „Man in charge“ ein recht ruhiger Tex-Mex-Titel. Vor dem inneren Auge dürften sich beim Hörer Bilder vom Titty Twister aus dem Film „From dusk till dawn“ abspielen. Eine gute Referenz für den Einstieg in die CD.

Nun kommt die Scheibe in Schwung, aber schnell macht sich Langeweile breit denn die kompositorischen Fähigkeiten der Band sind doch begrenzt und immer wenn man denkt nun kommt der jeweilige Song auf den Punkt, dudelt er weiter vor sich hin. Bei einer Ballade wie „Garden of love“ ist dies noch zu verschmerzen. „Saddle up“ hingegen badet textlich und musikalisch aber im Meer der Belanglosigkeiten und Countryklischees.

Auch wenn die Band ihre Instrumente auf einem hohen Standard beherrscht und Brent Amaker mit einer angenehmen Stimme gefallen kann, mehr als Durchschnitt im Wust der amerikanischen Countrybands sind Brent Amaker & The Rodeo nicht. Besonders schade ist dies bei „Doomed“, denn der textlich interessante und US-kritische Titel hätte eine mitreißendere musikalische Untermalung verdient. Am Stück gehört ist die Neuerscheinung nicht mehr als Hintergrundmusik zu gebrauchen, einzelne Stücke könnten aber im passenden Ambiente für gute Stimmung sorgen.

Anspieltipps:

  • Johnny´s theme
  • Blood dripping blood

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