Gallhammer - The End - Cover
Große Ansicht

Gallhammer The End


  • Label: Peaceville/EDEL
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
2/10 Unsere Wertung Legende
4/10 Leserwertung Stimme ab!

Da ist ja wieder was Hübsches aus dem fernen Japan zu uns nach Europa gekommen! Gallhammer aus Tokio bestehen aus Vivian Slaughter (Gesang, Bass) und Risa Reaper (Schlagzeug) und der Bandname erinnert nicht von ungefähr an die einflussreiche Schweizer Death/Black/Doom-Truppe Hellhammer. Die weiteren Helden der zwei japanischen Mädels sind neben Celtic Frost und Burzum auch weniger metallische Gruppierungen wie Joy Division oder Kraftwerk und wer bei dieser wirren Stilkonstellation Böses denkt, der irrt.

Gallhammer sind nämlich nicht mehr als eine nette Attraktion aus Japan, die maximal durch ihren Exotenbonus auf sich aufmerksam macht, denn die Musik hat, zumindest auf „The End“, äußerst wenig zu sagen. Kein Wunder, denn bei einem Themenkreis rund um „despair, hopelessness, emptiness, obsession with life, hatred, observations of negative feelings isolation, oppression, a world without colour“ und einer selbstdefinierten Klassifizierung, die als „strange & psychedelic experimental sounds of doom“ betitelt ist, kann man schon mal die Bodenhaftung verlieren und vollkommen durchdrehen.

Nichts anderes stellt „The End“ in musikalischer Ausführung dar. Egal ob man das schwarzmetallische Geklapper in „Rubbish CG202“, die nichtssagende Mischung aus Growls, Sludge und Piepsstimme in „Abberation“ und „Entropy G35“ oder den rohen Dronesound eines „Sober“ oder „Wander“ mit in japanisch gehaltenem Gejammer hört, ein Besuch im Irrenhaus wäre stets die bessere Wahl und weniger Zeitverschwendung. Dabei können die beiden Damen auch anders: Der Titeltrack ist z.B. eine astreine Celtic Frost-Nummer samt Atmosphäre und betörenden Riffs, während das krytpisch betitelte „108=7/T-NA“ abgedrehten Klangexperimenten wie Pig Destroyers „Natasha“ (11/2008) zwar nicht das Wasser reichen, aber es zumindest für einige Momente erstarren lassen kann. Wer´s braucht, ist allerdings eine andere Frage.

Anspieltipps:

  • The End
  • 108=7/T-NA

Neue Kritiken im Genre „Doom Metal“
Diskutiere über „Gallhammer“
comments powered by Disqus