13 & God - Own Your Ghost - Cover
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13 & God Own Your Ghost


  • Label: Alien Transistor/INDIGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

2004 entstand an der kanadischen Grenze unter widrigen Umständen der Zusammenschluss 13 & God, seines Zeichens die Verschmelzung der genre-übergreifenden, amerikanischen HipHop-Formation Themselves und den deutschen Electronica-Experten The Notwist. Ein Jahr später erschien dann exakt so ein Debütalbum, wie man es sich rein musikalisch bei so einer Kombination vorstellt. Markus Achers unverkennbare Stimme aus den seligen The Notwist-Taten traf auf dichte, verspielte Sounds und pulsierenden Sprechgesang der Marke Themselves, in dem längst nicht nur der Beat regiert. So ist es auch beim zweiten Longplayer der deutsch-amerikanischen Kollaboration – ein gutes, aber längst nicht überragendes „Own Your Ghost“.

Mit dem Opener „It's Own Sun“ erreichen wir ein täuschend echtes Überbleibsel aus dem The Notwist-Meisterwerk „Neon Golden“, zumindest könnte es das soundtechnisch hundertprozentig sein. Eben hochwertig stimmungsvolle Sehnsuchts-Elektronik, die den Anteil von Themselves nur vermuten lässt. Die erhoffte Frische, welche diese Verschmelzung aus The Notwist und Themselves definitiv mit sich bringen kann, tritt erst bei „Death Major“ zum Vorschein. Schwungvoll-abgedrehter HipHop setzt mit großartigem Sprechgesang und würdevollen Breaks zum ersten Ausrufezeichen an, womit auch endlich die Amerikaner mit im Spiel sind. Hin und wieder gehen beide musikalischen Welten auf „Own Your Ghost“ Hand in Hand, wenn elektro-akustisches auf offen angelegten HipHop trifft und auch die Vocals brüderlich geteilt werden.

Doch damit tun sich 13 & God in der Gesamtheit schwer, obwohl Songs wie „Janu Are“ oder „Death Minor” beide Ebenen auf eine neue Stufe heben. Das mischt sich darüber hinaus noch mit einer raumgebenden Improvisation, die nach mehr verlangt, doch größtenteils nüchtern bei der Summe der einzelnen Teile bleibt. Für Tracks wie „Oldage“ hätte es eben keiner Kollaboration bedurft und so aussichtsreich beide Acts für sich sind, so nüchtern ist das zweite Werk von 13 & God. Weit entfernt von einer Schlappe und doch im Vergleich zu den Möglichkeiten eine kleine Enttäuschung.

Anspieltipps:

  • Death Major
  • Janu Are
  • Et Tu
  • Death Minor

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