Black Country Communion - 2 - Cover
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Black Country Communion 2


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 64 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Deep Purple, Trapeze, Alice Cooper, Dream Theater, Kiss, Billy Idol, Black Sabbath, Led Zeppelin, Yngwie Malmsteen, Alice In Chains, Planet X - Bei einem Blick auf die ehemaligen und aktuellen Projekte, sowie auf die Querverweise zu den vier auf Black Country Communion versammelten Herrschaften kann einem schon mal schwindlig und selbst betagtere Hardrockfans auf der ganzen Welt in zappelige Erstklässler verwandelt werden. Kein Wunder, dass Glenn Hughes (Gesang, Bass), Joe Bonamassa (Gesang, Gitarre), Derek Sherinian (Keyboard) und Jason Bonham (Schlagzeug, Perkussion) nach ihrem selbstbetiteltem Debüt (09/2010) keine Zeit verloren haben und bereits ein Monat vor Veröffentlichung des Erstling an neuem Material zu arbeiten begonnen haben, dass nun unter „2“ gerade einmal ein dreiviertel Jahr später vorliegt. Man wird (bei einem Altersdurchschnitt von immerhin 45 Jahren) schließlich nicht jünger.

Bei einer derartig kurzen Enstehungszeit liegt die Bezichtigung eines Schnellschusses natürlich nahe, durch die langjährige Erfahrung der einzelnen Mitglieder wurde ein unbefriedigendes Ergebnis aber glanzvoll abgewehrt. „2“ birgt zwar nicht die gleiche Qualität wie sein Vorgänger, allerdings sind für eingefleischte Rockfans, die mit Deep Purple und Led Zeppelin aufgewachsen sind, ausreichend Gründe vorhanden um einen Blindkauf zu tätigen. So sind zum Beispiel „The outsider“, „Smokestack woman“ und „I can see your spirit“ die stampfenden und leicht abgewandelten Äquivalente zu „Misty mountain hop“, „Black dog“ oder „Kashmir“, „Little secret“ eine moderne Variante von „Since I´ve been loving you“ und „Faithless“ könnte durchaus ein Überbleibsel der „Come Taste The Band“-Aufnahmesessions (10/1975) sein.

In weiterer Folge stellen die beiden, spirituell anmutenden Midtempotracks „The battle for Hadrian´s wall“ und „An ordinary son“ Querverweise zu Toto her und der wehleidige Hardrocksong „Save me“, der aufgrund Hughes Vorliebe für ausufernde Dramatik Geschmackssache bleibt, ist mehr oder weniger ein Heimspiel für den 59jährigen Sänger, die großen Gewinner von „2“ hebt sich die Black Country Communion nichtsdestotrotz für den Schluss auf. „Crossfire“, ein knackiger Rocker, der nicht nur mit perfektem Aufbau, sondern auch mit genialen Riffs und einem grandiosen Solopart im hinteren Drittel glänzt, sodass die Länge von sechs Minuten schnurstracks vergeht, und „Cold“, eine feinfühlige Bluesnummer mit Hammondorgel und einer ordentlichen Prise 70er, sind die eigenständigsten Kompositionen, von deren Kaliber es auf „3“ unbedingt Nachschlag geben sollte.

Hughes, Bonamassa, Sherinian und Bonham haben es wieder getan und trotz der kurzen Produktionszeit ist „2“ jedem Rockfan wärmstens zu empfehlen. Geringe Abnutzungserscheinungen sind vorhanden, aber im Vergleich zur ähnlich agierenden Supertruppe rund um Ex-Montrose- und Ex-Van Halen-Sänger Sammy Hagar namens Chickenfoot hat die Black Country Communion den Groove und darüber hinaus die Lizenz gepachtet das Wohnzimmer oder etliche andere Örtlichkeiten zu rocken!

Anspieltipps:

  • Cold
  • Crossfire
  • Little Secret
  • The Outsider

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