Black Stone Cherry - Between The Devil & The Deep Blue Sea - Cover
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Black Stone Cherry Between The Devil & The Deep Blue Sea


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die wahren Könige des Südstaatenrocks sind und bleiben Black Stone Cherry.

Bevor wir uns in zwei Wochen über die zweite Ausgabe der Hardrock-Supergruppe Black Country Communion freuen dürfen, legt diese Woche erst einmal der Nachwuchs vor, was bei den Südstaatenrockern von Black Stone Cherry nichts anderes bedeutet als den modernen Ansatz eines Lynyrd Skynyrd-Albums zu bekommen, der nach „Black Stone Cherry“ (03/2007) und „Folklore And Superstition“ (08/2008) in die mittlerweile dritte Runde geht. Bis zur Veröffentlichung von „Between The Devil & The Deep Blue Sea“ haben Chris Robertson (Gesang, Gitarre), Ben Wells (Gitarre), John Lawhon (Bass) und Jon Fred Young (Schlagzeug) mit über drei Jahren zwar eine ungewöhnlich lange Pause eingelegt, angesichts der gelungenen Mischung aus der Härte von AC/DC, Nickelback, Shinedown und Guns´n´Roses, sowie einem authentischen Klangbild und Themenkatalog, welche bereits die beiden Vorgänger auszeichnete, sei den vier Jungs aber die Wartezeit entschuldigt.

Der Abwechslungsreichtum von „Folklore And Superstition“, der mit Reggae- und Country-Anleihen für interessante Facetten im Black Stone Cherry-Kosmos sorgte, ist dieses Mal jedoch fast vollständig zurückgefahren worden. Robertson & Co. konzentrieren sich lieber auf vor Riffs und Melodien strotzende Kompositionen, die sich stets an die radiokompatible Länge von 3:30 Minuten halten, doch gerade dadurch gleibt „Between The Devil & The Deep Blue Sea“ knackig und frisch. Ideen werden nicht zu Tode getreten, jeder Song verfolgt einen anderen Ansatz und obwohl es mit „Let me see you shake“ und „Blame it on the boom boom“ zwei Vertreter aus der Partyrockschiene gibt und „Stay“ eine bedenkliche Nähe zu einer gefühlsduseligen Nickelback-Ballade aufweist, ist der dritte Longplayer der Edmontoner eine sichere Bank für Rockfans, die ihren Southern Rock gerne hart und mit dem Herz am rechten Fleck wollen.

Paradigmatisch hierfür sind vor allem die großartige Hymne „In my blood“, das schon fast in metallische Sphären ausbrechende Riffinferno „Such a shame“, der gänsehautfördernde Rocksong „Won´t let go“ (mit weiblicher Unterstützung) oder der pure Lebensfreude versprühende Track „Like I roll“, die vor allem durch die soulige Stimme von Robertson ihren packenden Charme entfalten. Wie viele Emotionen und Stimmungen die vier Herrschaften zusätzlich auf musikalischer Ebene in diese paar Minuten packen ist einfach grandios und derzeit nahezu unerreicht. Da kann z.B. ein Kid Rock noch so sehr beteuern wieviel Blödsinn er „All summer long“ angestellt hat, die wahren Könige des Südstaatenrocks sind und bleiben aller Voraussicht nach noch länger Black Stone Cherry.

Anspieltipps:

  • Like I Roll
  • In My Blood
  • Won´t Let Go
  • Can´t You See
  • Such A Shame

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