Redeem - 999 - Cover
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Redeem 999


  • Label: Rockville Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Schweizer Alternative-Rock-Trio Redeem meldet sich 4½ Jahre (!) nach seinem Debütalbum „Eleven“ (10/2006) mit Longplayer Nummer zwei, „999“, zurück. Neben Sänger und Gitarrist Stefano „Saint“ Paolucci sowie Drummer Simon Steiner ist mit Roman „Pom” Albisser ein neuer Bassist als Ersatz für Pascal Münger mit an Bord, der noch an einigen Tracks des Albums mitgeschrieben hat. Der Löwenanteil der Kompositionen geht aber auf die Kappe von Stefano Paolucci.

Das Album wurde von Arne Neurand (Guano Apes, ZSK, Revolverheld) und Franz Plasa (Echt, Selig, Stoppok, Fury In The Slaughterhouse) produziert und bezieht sich im Titel auf den englischen Telefonnotruf. Doch auch wenn „Eleven“ mit seinen Reminiszenzen an Nickelback und 3 Doors Down nicht der Weisheit letzter Schluss war, muss der geneigte Hörer in wegen „999“ nicht zum Notrufhörer greifen. Die Schweizer stehen nun mal für breitbeinigen Alternative (Stadion) Rock, der sich im Vergleich zum Debüt deutlich weiterentwickelt hat und nicht mehr mit einer dumpfen Produktion und ewig gestrigen Arrangements daherkommt.

Titel wie „Promises“, „Come speak to me“ und „Adore“ könnten durchaus im (Rock-)Radio laufen und ein Powerballade wie „Broken“ (im Duett mit Hennig Wehland von den H-Blockx) hätte in einer besseren Welt sogar Hitchancen. Allein daran ist zu erkennen, dass sich bei den Schweizern qualitativ einiges getan hat. Zwar wachsen die Bäume noch nicht in den Himmel, aber mit ihrem hymnischen Stadionrock, der mehr auf Melodien als auf fette Riffs setzt, machen Redeem sehr viel richtig und liefern einen mehr als ordentlichen Longplayer ab.

Anspieltipps:

  • Adore
  • Broken
  • Promises
  • Drowning
  • The lesson
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